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Referate

Annett Meylan

Das Bild zeigt ein Porträt von Annett Meylan vor einem weißen Hintergrund. Sie hat blonde Haare, trägt einen grauen Blazer mit einer weißen Bluse.
© Annett Meylan

Prävention & Management studieren? Klar, und zwar berufsbegleitend!

Die berufsbegleitenden Bachelor- wie auch Master-Studiengänge »Präventionsmanagement - Kompetenzen für soziale Interventionen« sind im Jahr 2019 erfolgreich an der TU Chemnitz gestartet. In meinem Referat gebe ich einen Überblick, wie sich dieses Studium konkret gestaltet, welche Schwerpunkte es gibt, und was Studierende in dieser Querschnittsdisziplin lernen können. Praxisbezogener Austausch und interdisziplinäre Diskussionen sind maßgebliche Ziele des Studiengangs und ermöglichen eine enge Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis. Hierzu stelle ich beispielhaft Projekte von Studierenden aus den jeweiligen »Praxis-Modulen« vor. Ich gebe auch einen Überblick zu unseren bisherigen Erfahrungen aus »Jahr 1« des Studiums: Was ist gut gelungen, was haben wir gelernt, und wie gestalten wir dies für künftige Studierende.

Prävention & Management studieren? Klar, und zwar berufsbegleitend!

Annett Meylan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Allgemeine und Biopsychologie der TU Chemnitz. Dort ist sie verantwortlich für Präventionsprojekte im Bereich Kinder, Jugend und Familie.
Hierzu zählen die wissenschaftliche Begleitung eines Präventionsprojektes für Vorschulkinder sowie ein Modellprojekt für Kinder und Jugendliche mit komplexen Hilfebedarfen in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Chemnitz. Sie ist zudem verantwortlich für die wissenschaftliche Begleitung zur Einführung des Studiengangs »Präventionsmanagement - Kompetenzen für soziale Interventionen«.

Annett Meylan ist Mitglied des Vorstandes und Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins »Huckepack Kinderförderung«. Als freiberufliche Dozentin leitet Sie Lehrveranstaltungen in den Studiengängen »Integrative Lerntherapie« und »Präventionsmanagement« am Weiterbildungsinstitut der TU Chemnitz.

Stefan Löwenhaupt

Das Bild zeigt eine Personenaufnahme von Stefan Löwenhaupt in einem marineblauen Anzug mit Weste, einem weißen Hemd und einer dunkelblau-weiß-braun gestreiften Krawatte. Er trägt eine Brille.
© Stefan Löwenhaupt

Psychosoziale Beratung und Behandlung wirkt!

Es gibt eine Vielzahl an sozialen Dienstleistungen in Deutschland, die im Kern alle ein Ziel verfolgen: die Verbesserung der individuellen und gesellschaftlichen Lebensqualität. Wie diese Veränderungen in der Lebensqualität durch die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle gezeigt werden können, wird ein Schwerpunkt des Referates sein.

Der gesellschaftliche und individuelle Mehrwert der Sucht- und Drogenberatung

Es gibt eine Vielzahl an sozialen Dienstleistungen in Deutschland, die im Kern alle ein Ziel verfolgen: die Verbesserung der individuellen und gesellschaftlichen Lebensqualität. Im Falle der Suchtberatung geht es darum, die individuellen Lebensverhältnisse zu verbessern, in dem eine Sucht verhindert, gemildert oder abgewendet wird und die Menschen somit eine höhere Lebensqualität ohne Suchtmittel erleben dürfen. Auch die kollektive Lebensqualität wird durch die Arbeit der Beratungs- und Behandlungsstelle beeinflusst, in dem weniger Menschen süchtig sind, was sich positiv auf das soziale Klima auswirkt und dazu beiträgt, gesellschaftliche Kosten (z. B. für Sozialleistungen und medizinische Therapien) zu vermeiden.

Wie diese Veränderungen in der Lebensqualität durch die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle gezeigt werden können, wird ein Schwerpunkt des Referates sein.

Stefan Löwenhaupt (Geschäftsführender Gesellschafter und Leiter des Geschäftsfeldes Unternehmensberatung der xit GmbH)

  • nach dem Studium zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft an der Universität Bamberg
  • 2001 bis 2003 Vertretung der Professur für Sozialinformatik an der Fachhochschule Neubrandenburg
  • seit 1998 Geschäftsführer der Qualidata GmbH, ursprünglich eine auf Bildungsthemen spezialisierten Tochtergesellschaft der xit GmbH, die 2016 in eine Zertifizierungsgesellschaft mit Sitz in Paderborn umfirmiert wurde
  • seit 2003 Gesellschafter und Geschäftsführer der xit GmbH. Seit 2017 Mitglied des Bundesvorstands der Deutschen Gesellschaft für Management und Controlling in der Sozialwirtschaft e. V.
  • seit 2016 Qualitätsauditor

Seine Schwerpunkte sind „Finanzierung“, „Restrukturierung/ Sanierung“, „Prozessmanagement” „Strategie- und Geschäftsfeldentwicklung“ in den Arbeitsfeldern Alten- und Eingliederungshilfe sowie in der Suchthilfe und der beruflichen Rehabilitation.

Er leitete mehr als 200 Projekte freigemeinnütziger, öffentlicher und private Träger, Verbände und Einrichtungen.    

Prof. Dr. Udo Rudolph

Prof. Rudolph in hellem Hemd vor einem Fenster
© Udo Rudolph

Prävention in der Krise?

Die »Corona-Krise« des Jahres 2020 ist nicht nur ein Härtetest für die Präventionsarbeit — sie erlaubt auch einen Blick auf die Frage, wie eher zentralistisch ausgerichtete Systeme im Vergleich zu föderalen und lokalen Ansätzen abschneiden. Was bedeutet dies angesichts der großen Herausforderungen des Jahres 2020? Bewähren sich unsere Konzepte der vergangenen Jahre? Der Vortrag gibt einen Überblick zu Analysen und Antworten auf diese Fragen.

Prävention in der Krise?

Prävention und Präventionsmanagement sind in Sachsen in der ASSKomm-Strategie verankert, und inzwischen auch eine eigenständige Disziplin, die Berufstätige aus allen Arten sozialer Berufe berufsbegleitend studieren können.  Das Ziel ist, präventive und effektive soziale Interventionen in unseren Gemeinwesen vor Ort durchzuführen.  Diese Strategie ist unter anderem von dem Gedanken geprägt, dass Prävention vor allem eine lokale Prävention sein sollte.  Hierzu bedarf es zudem eines Netzwerks systemisch arbeitender Akteure, die effektive Leistungsketten im Sinne der Präventionsarbeit aufbauen.

Was bedeutet dies angesichts der großen Herausforderungen des Jahres 2020? Bewähren sich unsere Konzepte der vergangenen Jahre?  Dies betrifft etwa einen dezidiert lokalen Fokus der Präventionsarbeit, das systemische Arbeiten in interdisziplinären Teams, und die Ausrichtung auf die spezifischen Bedürfnisse einzelner Gemeinwesen und Problemstellungen.  Die »Corona-Krise« des Jahres 2020 ist nicht nur ein Härtetest für die Präventionsarbeit — sie erlaubt auch einen Blick auf die Frage, wie eher zentralistisch ausgerichtete Systeme im Vergleich zu föderalen und lokalen Ansätzen abschneiden.

Der Vortrag gibt einen Überblick zu Analysen und Antworten auf diese Fragen.

Prof. Dr. Rudolph ist Professor für Allgemeine und Biopsychologie an der der TU Chemnitz. Seine Arbeitsschwerpunkte betreffen Motivation, Emotion und die kindliche Entwicklung. Udo Rudolph ist zudem Studiengangsleiter des weiterbildenden Studiengangs Präventionsmanagement an der TU Chemnitz. Für seine Arbeit als Mitgründer sowie Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Huckepack Kinderförderung e. V. erhielt er den Leuchtturmpreis der Ravensburger Stiftung für ehrenamtliches Engagement im Bereich der Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Junior-Professorin Dr. Verena Schreiber

Portraitfoto von Verena Schreiber mit dunkelfarbenen Pulli links im Bild und im Hintergrund eine Fensterfront
© Verena Schreiber

Kommunale Kriminalprävention in Deutschland. Ergebnisse der Bestandsaufnahme von Präventionsgremien 2018 unter Berücksichtigung Sachsen-spezifischer Ausprägungen

Verena Schreiber wird zentrale Ergebnisse der Studie »Lokale Präventionsgremien in Deutschland« vorstellen an der sich 1.174 Kommunen in Deutschland beteiligt haben. Dabei wird Sie besonders Sachsen-spezifische Ausprägungen berücksichtigen.

Die deutsche Präventionslandschaft wurde 2007 zum ersten Mal bundesweit im Rahmen der Studie »Lokale Präventionsgremien in Deutschland« systematisch im Hinblick auf Verbreitung, Organisationsform, Arbeitsweisen und inhaltliche Schwerpunkte erfasst. Nach einem Zeitraum von über zehn Jahren fand 2017/2018 eine Fortschreibung dieser Studie statt mit dem Ziel, Entwicklungen in der kommunalen Präventionsarbeit zu identifizieren sowie neue Impulse für die Verbesserung präventiver Arbeit zu geben. An der Erhebung haben sich insgesamt 1.174 Kommunen in Deutschland beteiligt (vgl. Schreiber 2019). Der Vortrag stellt zentrale Ergebnisse dieser Gesamterhebung unter Berücksichtigung Sachsen-spezifischer Ausprägungen vor und bietet daran anschließend die Möglichkeit zur Diskussion von Unterstützungsstrukturen für kommunale Gremien.

Quellen: Schreiber, Verena (2019): Lokale Präventionsgremien in Deutschland 2018. Fortschreibung einer Bestandsaufnahme 2007. Bonn: Bundesministerium des Innern (= Forschungsbericht des Nationalen Zentrums für Kriminalprävention 1/19, unter Mitarbeit von Lena Münch und Jens Schreiber).

Verena Schreiber ist seit Oktober 2015 als Junior-Professorin für Geographie und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt Humangeographie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg tätig. Nach ihrem Studium der Geographie, Katholischen Theologie und Deutschen Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war sie zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Mainz und Osnabrück, bevor sie 2005 an die Goethe-Universität Frankfurt am Main wechselte. Dort promovierte sie 2010 zum Thema städtischer Sicherheitsproduktion. Vor ihrem Wechsel nach Freiburg forschte ich von März-Juli 2015 am Department of Geography der Loughborough University (UK) zum Themenfeld »Geographies of Childhood, Families and Education«.

Kontakt:
Pädagogische Hochschule Freiburg
Institut für Geographie und ihre Didaktik

Univ.-Professor Dr. Joachim Bauer

Prof. Bauer mit einem hellblauen Jacket und grauem Hemd
© Prof. Joachim Bauer

»Soziale Kompetenz entwickeln, Hass und Gewaltpotentiale eindämmen: Was lässt sich von den Neurowissenschaften lernen?«

Prof. Dr. Joachim Bauer wird den LPT5 mit seinem Vortrag über die Neurowissenschaften bereichern. Denn »Eine zentrale Erkenntnis der modernen Hirnforschung lautet: Alles was, Kinder und Jugendliche erleben oder tun, hat rückwirkende Auswirkungen auf ihr Gehirn. Dieses Gehirn wird dann darüber entscheiden, ob und wie junge Menschen ihr Verhalten steuern können. Durch Geburt mitgegeben ist dem Menschen lediglich die FÄHIGKEIT, soziale Kompetenz zu ENTWICKELN.«

»Soziale Kompetenz entwickeln, Hass und Gewaltpotentiale eindämmen: Was lässt sich von den Neurowissenschaften lernen?«

»Eine zentrale Erkenntnis der modernen Hirnforschung lautet: Alles was, Kinder und Jugendliche erleben oder tun, hat rückwirkende Auswirkungen auf ihr Gehirn. Dieses Gehirn wird dann darüber entscheiden, ob und wie junge Menschen ihr Verhalten steuern können. Durch Geburt mitgegeben ist dem Menschen lediglich die FÄHIGKEIT, soziale Kompetenz zu ENTWICKELN.

Soziale Kompetenz selbst ist jedoch nicht angeboren, sondern muss sich in jungen Menschen erst entwickeln. Voraussetzung für die Entwicklung eines gesunden Gehirns sind hinreichend gute Beziehungserfahrungen im Kindes- und Jugendalter. Der Entwicklungsprozess hin zu einem Menschen, der sich mit Mitmenschen verbunden fühlt und die Perspektive Anderer berücksichtigt, ist störbar und kann scheitern. Grund dafür sind Lieblosigkeit, Vernachlässigung, der Mangel an erzieherischer Anleitung und guten Vorbildern, erlebte Gewalt sowie fehlende Möglichkeiten, sich an Herausforderungen zu bewähren und dadurch Anerkennung zu erwerben.«

Univ.-Professor Dr. Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Autor viel beachteter Sachbücher, darunter mehrere Bestseller. Eines seiner Bücher (mit dem Titel »Schmerzgrenze«) befasst sich mit den Ursachen und den Präventionsmöglichkeiten von Gewalt. Für herausragende Forschungsarbeiten wurde Bauer von der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie mit einem Preis ausgezeichnet.

Er war zu Forschungsaufenthalten wiederholt in den USA. Bauer leitet seit vielen Jahren Projekte im Bereich Bildung und Erziehung. Er war lange Jahre erfolgreich an der Universität Freiburg tätig. Prof. Bauer lebt, lehrt und arbeitet in Berlin.

Cem Karakaya

Cem Karakaya im Portrait
© Cem Karakaya

»Digitale Welten fordern digitale Kompetenzen«

Weiterhin haben wir eine Zusage von Cem Karakaya, der die Meinung »Ich habe nichts zu verbergen« in Frage stellt und sagt: »Es ist ein Irrtum. Sie würden sich wundern, was man so alles mit Ihren Daten machen könnte. Wenn Sie die Antwort darauf wissen wollen, dann informieren Sie sich gern bei diesem humorvollen Vortrag, über die aktuelle Maschen der Hacker und wie Sie sich dagegen schützen können. Es ist möglich….«

»Digitale Welten fordern digitale Kompetenzen«

»Genießen wir wirklich das Leben, dank Technologie oder sind wir mehr unter Stress? Wir gehen nicht mehr online, wir sind immer online. Daher gibt es viele Bereiche, in dem wir mehr aufpassen müssen. Nur wenn Sie die Gefahren kennen, können Sie sich auch dagegen schützen. Social Engineers spionieren das persönliche Umfeld ihres Opfers aus, täuschen Identitäten vor oder nutzen Verhaltensweisen wie Autoritätshörigkeit aus, um geheime Informationen oder unbezahlte Dienstleistungen zu erlangen. Unsere Daten, insbesondere unsere persönliche Daten, sind wie ein Schatz zu betrachten. Die Meinung »Ich habe nichts zu verbergen« ist ein Irrtum. Sie würden sich wundern, was man so alles mit Ihren Daten machen könnte. Informieren Sie sich, bei diesem humorvollen Vortrag, über die aktuelle Maschen der Hacker und wie Sie sich dagegen schützen können. Es ist möglich…«

Zusätzlich im Repertoire hat Cem Karakaya noch:

»Die menschliche Firewall und ihre Löcher«

»Die Anzahl der Computer in unserem Leben nimmt ständig zu: PCs, Smartphones, Tablets und »smarte« Geräte wie Fernseher, Musikanlagen, Thermostate und Kühlschränke, die immer mehr Daten über uns und unsere Vorlieben sammeln. Viele denken »Ich habe doch nichts zu verbergen«. Doch das ist ein Irrtum. Es ist erstaunlich, was man selbst aus den harmlosesten Daten machen kann. Und wer weiß schon, welche Informationen über uns in 20 oder 30 Jahren plötzlich gefährlich sein können?

Welches Wissen speichern kostenlose Online-Dienste wie Google, Microsoft und Facebook über uns? Welche heimlichen Datensammler gibt es sonst noch? Wie schützen wir uns gegen diese und andere Gefahren im Internet? Wie schauen die aktuellen Maschen der Hacker aus? Was ist Random-Ware und was mache ich, wenn meine Festplatte verschlüsselt wurde und ich erpresst werde? Nicht das Internet ist gefährlich, sondern die Menschen, die es nutzen.

Die größte Schwachstelle ist der Mensch. Erfahren Sie auf unterhaltsame Weise, dass wir den Computern trotzdem überlegen sind: denn wir können über uns selbst lachen.«

Zur Person Cem Karakaya

Experte für Internetkriminalität
Autor von »Die Cyber-Profis«
1996-2003 Türkischer Interpol, Abteilung für auswärtige Angelegenheiten
1998-2000 Generalsekretär der internationalen Polizeivereinigung (IPA), Sektion Türkei
2008-2019 Sekretär der internationalen Polizei Vereinigung (IPA), Verbindungsstelle München
Seit 2003 Referent/Speaker/Keynotes im Bereich Internetkriminalität

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