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LPT8 Programm

Eröffnung am Montag, 16. November 2026 von 10 bis 11:30 Uhr

Conrad Clemens StM Kultus und Armin Schuster StM Innen im Portraifoto
Staatsminister für Kultus sowie LPR-Vorstand Conrad Clemens und Staatsminister des Innern sowie LPR-Vorsitzender Armin Schuster   © SMK Frank Grätz I SMI Christoph Reichelt

3 Wochen ohne Smartphone – das Österreich-Experiment

Dr. Jörg Prieler

Portraitfoto Joerg Prieler
Dr. Jörg Prieler  © Bruckner, Pinkafeld

Was passiert, wenn plötzlich alles still wird – kein Chat, keine Apps, kein Scrollen? Bislang haben 70.000 Schülerinnen und Schüler in Österreich genau das gewagt und drei Wochen lang komplett auf ihr Smartphone verzichtet. Was zunächst mit Unruhe und »Phantomklingeln« begann, entwickelte sich für viele zu einer überraschenden Erfahrung. Das wissenschaftlich begleitete Experiment zeigt, wie herausfordernd – und zugleich bereichernd – eine digitale Auszeit sein kann. Welche Veränderungen die Jugendlichen erlebt haben und welche unerwarteten Vorteile daraus entstanden sind, wird Ihnen Dr. Jörg Prieler aus erster Hand berichten.

LeSuBiA – Ergebnisse der geschlechterübergreifenden Dunkelfeldbefragung zu Gewalterfahrungen in Deutschland

Dr. Ina Bieber, Bundeskriminalamt

Portraitfoto Ina Bieber
Dr. Ina Bieber 

Die geschlechterübergreifende Dunkelfeldbefragung LeSuBiA (»Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag«) wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), vom Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundeskriminalamt (BKA) durchgeführt. Die Studie liefert aktuelle Daten zu verschiedenen Gewalterfahrungen in Deutschland mit den Schwerpunkten Partnerschaftsgewalt, sexualisierte und digitale Gewalt. In dem Vortrag werden erste Ergebnisse vorgestellt.

Halt finden. Was uns in verrückten Zeiten schützt.

Saskia Rudolph, Andrea Horn, Spiegelneuronen - Angewandte Positive Psychologie GmbH

Portraitfotos vom Andrea Horn und Saskia Rudolph
Andrea Horn & Saskia Rudolph 

Wer vorbeugt, kennt die Gefahren. Genauso lohnend ist der Blick auf die andere Seite: Was macht Menschen stark? Was hilft ihnen, in unruhigen Zeiten stabil zu bleiben? Ein Impuls über die tragenden Kräfte in uns allen, und wie wir sie fördern können - in unserer Arbeit und bei uns selbst. Dies erfahren Sie in einem kurzen Impuls im Rahmen der Eröffnung und vertiefend in einem daran anschließenden Workshop.

Programmpunkte – Vorträge/Projektspots/Workshops

Abschlussimpuls am Dienstag, 17. November 2026, 12 bis 12:45 Uhr

Portraitfoto Bernhard Pörksen
Prof. Dr. Bernhard Pörksen  © Hans-Peter Hassiepen

Prof. Dr. Bernhard Pörksen (Universität Tübingen) – Die neue Macht der Desinformation. Was wir wissen müssen und tun sollten.

Wo liegen die Ursachen der erlebbaren Fraglichkeit des Wissens und einer spürbaren Wahrheits- und Vertrauenskrise? Wie entstehen Meinungen in einer vernetzten, hochgradig nervösen Welt? Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, analysiert anschaulich und konkret die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und zeigt, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen, der Charakter von Debatten und die Vorstellung von Autorität und Macht unter den aktuellen Medienbedingungen verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss des etablierten Journalismus schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und einer der international profiliertesten Kommunikationsexperten. Bekannt wurde er durch seine Analysen zu den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung (»Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung«) sowie seine Bücher mit dem Physiker Heinz von Foerster (»Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners«) und dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun (»Kommunikation als Lebenskunst«). Für seine Lehr- und Forschungstätigkeit erhielt er verschiedene Auszeichnungen (u.a. Wahl zum Professor des Jahres, Erich Fromm-Preis), seine Essays und Kommentare erscheinen in vielen Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bernhard Pörksen hat in den letzten Jahren intensiv im Silicon Valley geforscht, er war Fellow des Thomas Mann House (Los Angeles). Sein aktuelles Buch trägt den Titel »Zuhören. Die Kunst, sich der Welt zu öffnen« und ist im Hanser-Verlag erschienen.

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