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LPT8 Programm

Eröffnung am Montag, 16. November 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr

Staatsminister für Kultus sowie LPR-Vorstand Conrad Clemens und Staatsminister des Innern sowie LPR-Vorsitzender Armin Schuster
Staatsminister für Kultus sowie LPR-Vorstand Conrad Clemens und Staatsminister des Innern sowie LPR-Vorsitzender Armin Schuster   © SMK Frank Grätz I SMI Christoph Reichelt

Wirksame Prävention beginnt früh: Wenn Menschen gestärkt, Risiken erkannt und Lösungen gemeinsam entwickelt werden. Der LandesPräventionstag Sachsen steht seit Jahren genau dafür.

Am 16. und 17. November 2026 bringt der Kongress in Dresden bereits zum achten Mal Fachkräfte und Engagierte aus Bildung, Kommunen, Polizei, Justiz, Wissenschaft, Vereinen, Verbänden und der Beratungslandschaft zusammen. Mehr als 600 Teilnehmende erwarten inspirierende Vorträge, praxisnahe Impulse, einen großen Messebereich und vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken.

Gemeinsamer Aufruf der Staatsminister zur Teilnahme

3 Wochen ohne Smartphone – das Österreich-Experiment

Dr. Jörg Prieler

Portraitfoto Joerg Prieler
Dr. Jörg Prieler  © Bruckner, Pinkafeld

Was passiert, wenn plötzlich alles still wird – kein Chat, keine Apps, kein Scrollen? Bislang haben 70.000 Schülerinnen und Schüler in Österreich genau das gewagt und drei Wochen lang komplett auf ihr Smartphone verzichtet. Was zunächst mit Unruhe und »Phantomklingeln« begann, entwickelte sich für viele zu einer überraschenden Erfahrung. Das wissenschaftlich begleitete Experiment zeigt, wie herausfordernd – und zugleich bereichernd – eine digitale Auszeit sein kann. Welche Veränderungen die Jugendlichen erlebt haben und welche unerwarteten Vorteile daraus entstanden sind, wird Ihnen Dr. Jörg Prieler aus erster Hand berichten.

LeSuBiA – Ergebnisse der geschlechterübergreifenden Dunkelfeldbefragung zu Gewalterfahrungen in Deutschland

Dr. Ina Bieber, Bundeskriminalamt

Portraitfoto Ina Bieber
Dr. Ina Bieber 

Die geschlechterübergreifende Dunkelfeldbefragung LeSuBiA (»Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag«) wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), vom Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundeskriminalamt (BKA) durchgeführt. Die Studie liefert aktuelle Daten zu verschiedenen Gewalterfahrungen in Deutschland mit den Schwerpunkten Partnerschaftsgewalt, sexualisierte und digitale Gewalt. In dem Vortrag werden erste Ergebnisse vorgestellt.

Halt finden. Was uns in verrückten Zeiten schützt.

Andrea Horn und Saskia Rudolph, Spiegelneuronen - Angewandte Positive Psychologie GmbH

Portraitfotos vom Andrea Horn und Saskia Rudolph
Andrea Horn & Saskia Rudolph 

Wer vorbeugt, kennt die Gefahren. Genauso lohnend ist der Blick auf die andere Seite: Was macht Menschen stark? Was hilft ihnen, in unruhigen Zeiten stabil zu bleiben? Ein Impuls über die tragenden Kräfte in uns allen, und wie wir sie fördern können - in unserer Arbeit und bei uns selbst. Dies erfahren Sie in einem kurzen Impuls im Rahmen der Eröffnung und vertiefend in einem daran anschließenden Workshop.

Programm - TAG 1, 16. November 2026 von 13:30 bis 17:30 Uhr (Änderungen vorbehalten)

13:30 - 14:15 Uhr Häuser des Jugendrechts. Alle Interessen unter einem Dach vereint?, Dr. Leon Lohrmann, Universität Münster Zuversicht in Zeiten multipler Krisen – Warum mentale Gesundheit ein zentrales Ziel von Prävention sein sollte, Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, Universität Greifswald Demokratie verteidigen, Ekaterina Kulakova, Landesverband der Jüdischen 
Gemeinden Sachsen und Jörg Kubiessa, Landespolizeipräsident 
Smoke, Vape, Snus und Co. auf der Schultoilette – Nikotinprävention in Klasse 6/7, Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen KI-Labor zu Fake News & Deepfakes, JUUUPORT Unterstützungsangebot für kommunale Amts- und Mandatstragende, Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention Prävention von Traumafolgestörungen: Schnelle Hilfe in Traumaambulanzen, Medizinische Fakultät der TU Dresden WORKSHOP (90 min) Halt finden. Schutzfaktoren entdecken und stärken, 
Spiegelneuronen - Angewandte Positive Psychologie 
WORKSHOP (90 min) Zu viel online? – Wenn Mediennutzung problematisch wird, Fachstelle für Medien und Bildung
14:30 - 15:00 Uhr Sachsen kinder- und jugendgerecht: auf dem Weg zu einer Kinder- und Jugendstrategie für Sachsen, Kinder- und Jugendbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung Unsichere Zeiten, verletzliche Jugend? Psychische Gesundheit im Spiegel globaler Krisen, Klinische Psychologie und Psychotherapie, TU Dresden Das Lebenskompetenzenprogramm IPSY – Schulbasierte Suchtprävention wirksam und nachhaltig umsetzen,
Universität Jena 
Zwischen TikTok und Realität: Warum moderne Prävention heute unverzichtbar ist, blu:prevent Prävention häuslicher Gewalt im digitalen Zeitalter, Fachstelle Häusliche Gewalt der LAG Gewaltfreies Zuhause Sachsen  Offener Prozess - Das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex als Lern-, Erinnerungs- und Diskursort #MutMachtSchule – Von Kindern, die Haltung zeigen, Aktion Zivilcourage    
15:00 - 16:00 Uhr KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE    
16:00 - 16:45 Uhr LeSuBiA – Ergebnisse der geschlechterübergreifenden Dunkelfeldbefragung zu Gewalterfahrungen in Deutschland, Dr. Ina Bieber, Bundeskriminalamt Ohne Ticket in die Zukunft?, Prof. Dr. Heinrich Ricking, Universität Leipzig Digitale Nähe, reale Gefahr: Cybergrooming im Fokus aktueller Präventionsarbeit, Social Web macht Schule Prävention von Anfang an: Sprachliche Bildung wirksam gestalten, LakoS  Herzsprung: Freundschaft, Liebe, Sexualität ohne Gewalt, Kinderschutzbund Niedersachsen Polizeiliche Prävention - Feuerwehr oder Einzelkämpfer?, Zentralstelle polizeiliche Prävention, Landeskriminalamt Sachsen Des-Emotion - wo Faktenchecks versagen!, Geschäftsleitung, Bildungsinitiative SPREUWEIZEN  WORKSHOP (120 min) Ernährungsbildung der Verbraucherzentrale Sachsen – Von der Grundschule bis zur beruflichen Bildung, Verbraucherzentrale Sachsen  WORKSHOP (120 min) Mut:Machen gegen Mobbing,  inpeos 
17:00 - 17:30 Uhr »KI and me.« Chatbots im Alltag junger Menschen.,  FSM, Nummer gegen Kummer, klicksafe Präventionsprojekt Schulabsentismus, Projektmanagement, apeiros  Sicher mit Grips - Unfallprävention durch Virtual Reality erlebbar machen, Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Wie viel ist Dir Kinderschutz wert? - Die Bedeutung unserer Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen, AWO Fachstelle Shukura Männergewaltschutz stärken – Hilfesysteme ausbauen, Prävention weiterdenken, Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz Der unsichere Schulweg? Zwischen Regelwerk, Realität und dem Erleben junger Verkehrsteilnehmender, ADFC Sachsen Metaanalyse der PiT-Kinder- und Jugendbefragungen - Erkenntnisse und Ableitungen für die Praxis, Geschäftsstelle Landespräventionsrat Sachsen    

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Programm - TAG 2, 17. November 2026 von 08:30 bis 11:45 Uhr (Änderungen vorbehalten)

8:30 - 8:55 Uhr Prävention durch Selbstwirksamkeit, Duke Award Gemeinsam auf dem Weg zur mental gestärkten Schule, Kopfsachen Zu Risiken und Nebenwirkungen von strafbarem Verhalten im Jugendalter, Jugendamt Landkreis SOE Wissen schützt! Handlungssicherheit bei Gefährdung durch Genitalverstümmelung; SAIDA International »Damit am Ende alles gut geht, braucht es einen guten Anfang.«, Papilio  wegecheck – mit Beteiligung die (Fuß)Verkehrssicherheit erhöhen, wegebund Demokratische Resilienz im Dienst – die KostEx als Motor einer demokratiestarken Polizei Sachsen, Koordinierungsstelle für Extremismusprävention und Demokratiearbeit WORKSHOP (120 min) Klassenchat – Fluch oder Segen? Digitale Kommunikation im (Schul)Alltag sicher begleiten; Medienkulturzentrum Dresden  WORKSHOP (120 min) »Strafe muss sein?!« - Impulse für eine straffreie Begleitung junger Menschen, DKSB LV Sachsen
9:00 - 9:45 Uhr Lernen neu erleben statt Schulabsentismus: Ansätze, Ergebnisse und Herausforderungen eines sächsischen Modellvorhabens, TU Chemnitz AUSSTEIGERPROGRAMM Sachsen, Landespräventionsrat Sachsen Die nächste Krise kommt bestimmt… - ein internes Krisenteam als Bestandteil des schulischen Präventionskonzepts, Geschwister-Scholl-Gymnasium Nossen Also das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. - Wie Täterinnen- und Täterstrategien auf Fachkräfte wirken, LAG SGPI »There is no Glory in Evaluation« – Herausforderungen und Gütekriterien bei der Evaluation von Präventionsprojekten, Sächsisches Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS) Modulare Sicherheitsanalyse, Landespräventionsrat Sachsen  Stecken wir in einer Gewaltkrise?« – Zur Frage des kindlichen und jugendlichen Gewaltverzichts in konfliktiven Räumen, KoFaS     
10:00 - 10:30 Uhr Modulares Präventionsprogramm gegen Queerfeindlichkeit (Beccaria-Projekt) 1.000 Schätze - Gesundheit und Suchtprävention in der Grundschule, Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen Digitale Gewalt und Cybersicherheit – Schnittstellen aus Sicht des digitalen Verbraucherschutzes,
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Best Practice: YOUkunft. Neue Wege bei Prävention, Berufsorientierung und Medienkompetenz, jungagiert  Hinsehen im Vorbeigehen – Eine audio-visuelle Schaufensteraktion zur Prävention häuslicher Gewalt, Stadtverwaltung Görlitz Gesund aufwachsen durch starke Bindungen – Die Soziale Entwicklungsstrategie und »Einfach wirksam« als Kompass für niedrigschwellige Prävention in Schule, FINDER Akademie Lernen, wo Emotionen zuhause sind
Der Lernort Stadion Chemnitz als Ort wirksamer Präventionsarbeit,
Chemnitzer FC 
und Kreissportbund Mittelsachsen 
WORKSHOP (60 min) Digital safe: Präventive Strategien im Umgang mit digitaler Gewalt, HateAid  WORKSHOP (60 min) Der ländliche Raum wartet nicht auf die »Rettung« aus der Großstadt, Institut B3 
10:30 - 11 Uhr KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE KAFFEEPAUSE    
11:00 - 11:45 Uhr     MindMatters – Psychische Gesundheit stärken – Vielfalt gemeinsam gestalten, Leuphana Universität Lüneburg Lücken schließen, Zukunft sichern: Das Plauener Modell der Kinder- und Jugendprävention, Kommunaler Präventionsrat Stadt Plauen Keine Verschlusssache - Polizei und Zivilgesellschaft im Dialog, Polizeidirektion Zwickau und Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft, Aktion Zivilcourage Konfliktberatung und Prävention im Leipziger Osten, K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung und Kommunaler Präventionsrat Leipzig Gemeinschaft stärken, Gewalt verhindern: Unser Weg zu einer sicheren Schulen, 102. Grundschule Dresden    

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Abschlussimpuls am Dienstag, 17. November 2026, 12:00 bis 12:45 Uhr

Portraitfoto Bernhard Pörksen
Prof. Dr. Bernhard Pörksen  © Hans-Peter Hassiepen

Prof. Dr. Bernhard Pörksen (Universität Tübingen) – Die neue Macht der Desinformation. Was wir wissen müssen und - im Sinne der Prävention - tun sollten.

Wo liegen die Ursachen der erlebbaren Fraglichkeit des Wissens und einer spürbaren Wahrheits- und Vertrauenskrise? Wie entstehen Meinungen in einer vernetzten, hochgradig nervösen Welt? Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, analysiert anschaulich und konkret die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und zeigt, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen, der Charakter von Debatten und die Vorstellung von Autorität und Macht unter den aktuellen Medienbedingungen verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss des etablierten Journalismus schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und einer der international profiliertesten Kommunikationsexperten. Bekannt wurde er durch seine Analysen zu den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung (»Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung«) sowie seine Bücher mit dem Physiker Heinz von Foerster (»Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners«) und dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun (»Kommunikation als Lebenskunst«). Für seine Lehr- und Forschungstätigkeit erhielt er verschiedene Auszeichnungen (u.a. Wahl zum Professor des Jahres, Erich Fromm-Preis), seine Essays und Kommentare erscheinen in vielen Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bernhard Pörksen hat in den letzten Jahren intensiv im Silicon Valley geforscht, er war Fellow des Thomas Mann House (Los Angeles). Sein aktuelles Buch trägt den Titel »Zuhören. Die Kunst, sich der Welt zu öffnen« und ist im Hanser-Verlag erschienen.

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