Vorträge/Projektspots/Workshops
Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier
Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier – Zuversicht in Zeiten multipler Krisen – Warum mentale Gesundheit ein zentrales Ziel von Prävention sein sollte Psychologische Perspektiven auf Resilienz, Selbstwirksamkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Klimakrise, geopolitische Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten, gesellschaftliche Polarisierung und die rasante digitale Transformation prägen unsere Gegenwart. Viele Menschen erleben diese Entwicklungen als belastend und fragen sich, wie psychische Gesundheit, Zuversicht und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter solchen Bedingungen gestärkt werden können.
Aus psychologischer Perspektive ist Prävention weit mehr als die Vermeidung von Erkrankungen: Sie umfasst die gezielte Förderung mentaler Gesundheit, Resilienz und Selbstwirksamkeit. Vor dem Hintergrund eines notwendigen Kulturwandels von einer vorwiegend reparierenden hin zu einer stärker präventiv ausgerichteten Gesundheitsversorgung beleuchtet der Vortrag aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und zeigt auf, welchen Beitrag Psychologie zur Stärkung individueller und gesellschaftlicher Bewältigungskompetenzen leisten kann.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Zuversicht zu einer Schlüsselressource für psychische Gesundheit, wirksame Prävention und gesellschaftlichen Zusammenhalt werden kann.
Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Greifswald sowie Direktorin des Zentrums für Psychologische Psychotherapie (ZPP). Sie ist Präsidentin der Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und Mitglied des Wissenschaftsrat.
Als approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde in Verhaltenstherapie ist sie zudem Supervisorin und Ausbilderin in CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy), IPT (Interpersonal Psychotherapy) und Well-Being Therapy. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Behandlung chronischer Depressionen, personalisierter Psychotherapie, Prävention sowie der Verbindung von psychischer Gesundheit mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen wie Klima, Demokratie und sozialer Resilienz.
Sie engagiert sich besonders für den Transfer psychologischer Wissenschaft in Politik und Gesellschaft und setzt sich für evidenzbasierte Lösungen in Zeiten multipler Krisen ein – nach dem Leitmotiv: From Insight to Impact.
Dr. Leon Lohrmann
Dr. Leon Lohrmann (Universität Münster) – Häuser des Jugendrechts. Alle Interessen unter einem Dach vereint.