Workshops
Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches, dichtes und fachlich anspruchsvolles Programm zum LPT8! Hier stellen wir Ihnen die Workshops (ausführliche Bearbeitung eines Präventionsthemas/einer Methode unter Einbeziehung der Teilnehmenden (Dauer: mind. 60 Minuten jedoch max. bis 120 Minuten)) für beide Tage vor. Buchen Sie also jetzt Ihren Kongressbesuch!
Wir freuen uns auf ein starkes Miteinander beim LPT8!
Auflistung der Workshops für TAG 1, Montag, 16. November 2026
Saskia Rudolph, Andrea Horn, Spiegelneuronen - Angewandte Positive Psychologie GmbH
Halt finden. Schutzfaktoren entdecken und stärken
Workshop (90 Minuten) zur Orientierung in unsicheren Zeiten: Vermittelt Schutzfaktoren wie Achtsamkeit, Verbundenheit und Zuversicht – Impulse zur Stärkung von Resilienz und Handlungsfähigkeit.
Brüchigkeit, Angst, nichtlineare Entwicklungen und eine zunehmende Unverständlichkeit prägen unsere Zeit.
Das BANI-Modell beschreibt die Herausforderungen einer Welt, die viele Menschen als unsicher und schwer vorhersehbar erleben. Doch was hilft uns, auch unter diesen Bedingungen gesund, handlungsfähig und zuversichtlich zu bleiben?
In diesem Workshop werden zunächst die Modelle VUCA und BANI als Erklärungsansätze für aktuelle gesellschaftliche und berufliche Herausforderungen vorgestellt. Anschließend richtet sich der Blick auf Schutzfaktoren, die Orientierung und Stabilität fördern können – von Achtsamkeit und Gelassenheit über Verbundenheit und soziale Unterstützung bis hin zu Flexibilität und Zuversicht. Als anschauliches Bild für zentrale Erkenntnisse der Positiven Psychologie nutzen wir den »Soundtrack des Lebens«.
Die Funktionen eines Kassettenrekorders stehen dabei symbolisch für verschiedene Ressourcen, die unser Wohlbefinden, unsere Resilienz und unsere Zufriedenheit beeinflussen. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die »Tasten« Motivation und Flow (Play), Entspannung und Genuss (Pause), Gemeinschaft und Verbundenheit (Aufnahme), die (positiven) Erinnerungen (Rückspulen) sowie Zukunftsgestaltung, Sinn und Werte (Vorspulen). Der Workshop verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Impulsen und lädt dazu ein, persönliche und zwischenmenschliche Schutzfaktoren zu entdecken und gezielt zu stärken.
Alle Informationen zu den Spiegelneuronen finden Sie auf der Website.
Referentinnen:
Saskia Rudolph Kulturwissenschaftlerin
Mein Hintergrund und meine Tätigkeiten
Ich habe an der TU Dresden studiert und habe 2009 ein Magistra Artium in Interkultureller Germanistik, Rechtswissenschaft und Psychologie erworben. Seit 2011 bin ich als Dozentin, Konzeptionerin und Projektleiterin in den Bereichen Psychologie, Pädagogik, New Work unterwegs. Seit 2023 leite ich das ESF-Projekt SINN – Zukunftsplattform für soziale Innovationen.
Außerdem setze ich mich in verschiedenen Initiativen und Projekten für die Umsetzung lokaler, nachhaltiger, ehrenamtlicher und sozialwirtschaftlicher Projekte sowie für ein starkes Miteinander und Netzwerk von engagierten Menschen und Unternehmen ein.
Andrea Horn Diplom-Psychologin & Psychotherapeutin
Mein Hintergrund und meine Tätigkeiten
Auch ich habe an der TU Dresden studiert und meinen Abschluss 2009 als Diplom-Psychologin gemacht. Danach habe ich eine Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin an der Dresdner Akademie für Psychotherapie absolviert. Seit 2014 habe ich eine Psychotherapie-Praxis in Bischofswerda mit einem hälftigen Versorgungsauftrag. Außerdem bin ich Supervisorin und Dozentin und ebenfalls seit 2011 im Fachbereich der Positiven Psychologie unterwegs.
Julia Antusch und Georg Uhrlandt (LFD – Fachstelle für Medien und Bildung e. V.)
»Zu viel online?« – Wenn Mediennutzung problematisch wird
Ein 90-minütiger Workshop zur übermäßigen Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen: Zahlen, Risiken, Warnsignale und Hilfen sowie praxisnahe Methoden zur Stärkung von Medienkompetenz.
Wir vermitteln Ihnen zunächst einen fundierten Überblick über aktuelle Zahlen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Es wird geklärt, welche Kriterien und Anzeichen auf eine problematische Mediennutzung hinweisen können, welche Faktoren digitale Medien so attraktiv machen und welche Rolle sie für verschiedene Altersgruppen spielen. Zudem werden Anlaufstellen und Unterstützungsangebote vorgestellt, die Fachkräfte bei Bedarf nutzen oder weiterempfehlen können.
Darauf aufbauend liegt ein Schwerpunkt auf praxisnahen Methoden für den pädagogischen Alltag: Die Teilnehmenden lernen spielerische Zugänge kennen, erhalten konkrete Gesprächs- und Reflexionsansätze und Methoden, um das Thema Mediennutzung sensibel mit Kindern aufzugreifen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Medienkompetenz zu stärken und Impulse für ein gesundes digitales Wohlbefinden zu setzen.
Der 90-minütige Workshop wird von Georg Uhrlandt und Julia Antusch durchgeführt. Beide sind Medienpädagogische Fachkräfte beim Landesfilmdienst. Der LFD ist ein gemeinnütziger Verein und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe in Sachsen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Medienbildung, sowohl in der aktiven als auch rezeptiven Medienarbeit, sowie in der mediengestützten politischen Bildung. Sachsenweit werden Workshops, Fortbildungen und Elternabende zu verschiedenen Themen der Medienkompetenz angeboten.
Claudia Lasarczik und Verena Müller (Verbraucherzentrale Sachsen)
Ernährungsbildung der Verbraucherzentrale Sachsen – Von der Grundschule bis zur beruflichen Bildung
Erleben Sie Ernährungsbildung zum Mitmachen: Die Verbraucherzentrale Sachsen stellt interaktive Workshops, Projekttage und Fortbildungen für alle Schularten in diesem Workshop (120 Minuten) praxisnah vor.
Ernährungsbildung ist mehr als Wissensvermittlung – sie schafft Erlebnisse, weckt Neugier und prägt Gewohnheiten fürs Leben. Wir sind sachsenweit im Zeichen nachhaltiger, gesundheitsförderlicher Esskultur unterwegs – praktisch und engagiert. In diesem Workshop stellen wir vor, wie die Verbraucherzentrale Sachsen Schulen bei der Umsetzung von Ernährungsbildung unterstützt: mit interaktiven, altersgerechten Angeboten für alle Schularten und Bildungsstufen.
Was Sie erwartet:
Unsere Referentinnen Claudia Lasarczik (Dipl. Oecotrophologin (FH)) und Verena Müller (Master of Public Health) führen Sie durch die Veranstaltung. Der Workshop gliedert sich in einen Inputteil und praktische Beispielstationen, an denen Sie unsere Angebote selbst ausprobieren können.
Für Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien und berufsbildende Schulen bieten wir vielseitige Workshops und Projekttage an. Darunter den Sinnesparcours »Knackig, duftig, bunt«, bei dem Kinder Lebensmittel mit allen Sinnen entdecken, »Schokologie«, wobei es um faires Naschen geht oder dem Stationsformat »Mach-Bar-Tour«, womit sich Wissen über Trendgetränke und Koffein spielerisch erwerben lässt.
Für pädagogisches Fachpersonal bieten wir zudem gezielte Fortbildungen zu aktuellen Themen rund um Lebensmittel und Ernährung an, damit Ernährungsbildung nachhaltig in den Schulalltag integriert werden kann.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht!
Nach dem Inputteil haben Sie die Gelegenheit, ausgewählte Beispielstationen selbst zu erleben. So bekommen Sie ein direktes Gefühl dafür, wie unsere Angebote in der Praxis wirken und wie sie sich in den Unterricht integrieren lassen.
Regine Heinig (inpeos e. V.)
Mut:Machen gegen Mobbing
Der interaktive Workshop (120 Minuten) stärkt Handlungssicherheit im Umgang mit Mobbing an der Schule. Er vermittelt Wissen zu Dynamiken und wie man mit Blick auf das gesamte Klassensystem agieren kann.
Hintergrund: Pädagogische Fachkräfte sind im Arbeitsalltag zunehmend mit Ausgrenzung und Mobbing unter Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Dies spiegelt sich auch in den steigenden Beratungsanfragen bei der Chemnitzer Fachstelle Mut:Machen wider. Neben wirkungsvollen Interventionen in akuten Mobbingsituationen erfordert diese Entwicklung nachhaltige Präventionskonzepte.
Ziel und Inhalt: Der Workshop vermittelt praxisnahe Strategien zur Mobbingprävention und -intervention unter Berücksichtigung des gesamten Gruppensystems. Anhand der erfahrungsorientierten Übung »Ausgegrenzt« wird die emotionale Perspektive betroffener Schülerinnen und Schüler erlebbar gemacht. Die Übung bereitet die Interaktion »Mobbing hat System« vor. Diese Übung analysiert die strukturelle Eigendynamik und Mobbing als verfestigtem Konflikt mit Auswirkung auf das gesamte Klassensystem im Unterschied zu gruppenentwicklungsspezifischen Ausgrenzungssituationen. Es wird besprochen, wie Mobbing entsteht, wie es »funktioniert« und wie man angemessen mit einem hinreichenden Blick sowohl auf Opfer, Täter und die gesamte Klasse agieren kann.
Ergebnisse und Fazit: Die Teilnehmenden verstehen den Unterschied zwischen situativen Ausgrenzungen und Mobbing als verfestigtem, systemischen Gruppenkonflikt. Es wird aufgezeigt, wie Mobbingprozesse entstehen und wie Fachkräfte durch einen ganzheitlichen Blick auf Opfer, Täter und die Schulklasse/Gruppe handlungsfähig bleiben. Das Ergebnis ist ein erweitertes Handlungsrepertoire für den professionellen Umgang mit Mobbingsituationen.
Referentin:
Regine Heinig Diplom-Sozialpädagogin / inpeos e.V. Chemnitz mehr als 30-jährige Erfahrung in der Gewaltprävention an allen Schularten und in der Kita, Supervisorin (DGSF) Schulmediatorin (AfL Hessen) Trainerin für das Projekt »Kinder lösen Konflikte selbst« (Unfallkasse Sachsen)
Auflistung der Workshops für TAG 2, Dienstag, 17. November 2026
Sebastian Knappe und Janine Goliaß (Medienkulturzentrum Dresden)
Klassenchat – Fluch oder Segen? Digitale Kommunikation im (Schul)Alltag sicher begleiten
Klassenchats sind mehr als nur Informationskanäle. Der Workshop (120 Minuten) beleuchtet Chancen und Risiken und vermittelt Strategien für den Umgang mit (digitalen) Konflikten und Datenschutz.
Klassenchats sind aus dem (schulischen) Alltag von Kindern und Jugendlichen kaum noch wegzudenken. Sie dienen der schnellen Informationsvermittlung, dem sozialen Austausch und dem Gemeinschaftsgefühl, können jedoch ebenso Konflikte, Missverständnisse, digitale Gewalt oder Ausgrenzung verstärken. Dadurch entstehen nicht nur für Lernende, sondern auch für Lehrkräfte, Eltern und pädagogische Fachkräfte neue Herausforderungen.
Der Workshop beleuchtet Klassenchats als wichtigen sozialen Raum junger Menschen und zeigt, wie Fachkräfte und Eltern diesen digitalen Raum besser verstehen, begleiten und präventiv gestalten können. Im Fokus stehen sowohl die Chancen digitaler Klassengemeinschaften als auch Risiken wie Konfliktdynamiken, Grenzüberschreitungen, Datenschutzfragen und psychosoziale Belastungen. Anhand praxisnaher Fallbeispiele erhalten die Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen und Methoden, die in Schule, Jugendarbeit und anderen Präventionskontexten direkt angewendet werden können.
Referierende:
Der Workshop wird von Sebastian Knappe (er/ihn) und Janine Goliaß (sie/ihr) durchgeführt. Beide sind für das Erwachsenenbildungsprojekt des Medienkulturzentrums Dresden verantwortlich. Dieses wird durch die Sächsische Landesmedienanstalt gefördert und setzt im Stadtraum Dresden unterschiedliche Angebote rund um die Themen Medien- und Nachrichtenkompetenzförderung für Erwachsene um.
Daniela Zeidler und Anna Michels-Boger (Deutscher Kinderschutzbund)
"Strafe muss sein?!" - Impulse für eine straffreie Begleitung junger Menschen
Was unterscheidet Strafen von Konsequenzen? Und was gibt es noch? An konkreten Beispielen reflektieren die Teilnehmenden in diesem Workshop (120 Minuten) eigenes Handeln und finden neue Ansätze.
Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, worin der Unterschied zwischen Strafen und Konsequenzen in der pädagogischen Arbeit liegt. Die Teilnehmenden reflektieren eigene Praxiserfahrungen und setzen sich mit den Auswirkungen ihres Handelns auf Kinder und Jugendliche auseinander. Im Sinne einer präventiven Pädagogik wird darüber hinaus die Bedeutung einer wertschätzenden und beziehungsorientierten Haltung beleuchtet. Eine straffreie, zugleich konsequente Begleitung kann die Entwicklung von Selbstverantwortung fördern, Beziehungen stärken und so zu positiven Entwicklungsverläufen beitragen.
Der Workshop bietet Raum für Reflexion und fachlichen Austausch zu diesem Themenfeld. Der Workshop wird von Anna Michels-Boger und Daniela Zeidler durchgeführt. Beide sind Fachreferentinnen des Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e. V. und setzen sich für eine an den Kinderrechten orientierte Pädagogik ein.
Referentinnen:
Daniela Zeidler
Fachreferentinnen des Kinderschutzbundes LV Sachsen e.V., Dipl. Sozialpädagogin (FH), systemische Beraterin, insoweit erfahrene Fachkraft nach §8a SGB VIII, Prozessberaterin für Schutzkonzepte, Trainerin Starke Eltern – Starke Kinder-Elternkurse, Fachreferentin für Prävention und Kinderschutz des DKSB LV Sachsen e.V.
Anna Michels-Boger
Sozialwiss. (M.A.), Schutzkonzeptbegleiterin, Fachkraft Kriminalprävention nach BECCARIA gewaltpraevention@kinderschutzbund sachsen.de
Kathi Heffe (HateAid)
Digital safe: Präventive Strategien im Umgang mit digitaler Gewalt
Im digitalen Raum entstehen ständig neue Erscheinungsformen. Phänomenbereiche entwickeln sich rasant. Dies beeinflusst unser Online-Verhalten und unsere Sicherheit. Im Workshop (60 Minuten) sprechen wir über diese Formen und werfen gemeinsam einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Internet. Dabei erörtern wir die damit verbundenen Herausforderungen. Sie erfahren, wie sie sich vor Risiken im Netz schützen können und erhalten Informationen über präventive Schutzmaßnahmen. Wir zeigen konkrete Handlungsstrategien für die Akutsituation und beleuchten die rechtlichen Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, um im Ernstfall rechtlich abgesichert zu sein.
HateAid ist eine gemeinnützige Organisation, die über digitale Gewalt aufklärt und Lösungen für ein Netz erarbeitet, in dem Meinungsfreiheit gewahrt und Teilhabe ermöglicht wird. Betroffene von digitaler Gewalt erhalten von HateAid individuelle Beratung und rechtliche Unterstützung. Die Referentin Kathi Heffe ist Psychologin mit Schwerpunkt Rechtspsychologie und bei HateAid in der Betroffenenberatung tätig. Sie steht im direkten Kontakt mit Betroffenen digitaler Gewalt und berät diese vor allem emotional-stabilisierend. Darüber hinaus bietet sie Sicherheits- und Kommunikationsberatung an.
Bernd Stracke und Ulrike Geisler (B3 – Institut für Beratung, Begleitung und Bildung e. V.)
Der ländliche Raum wartet nicht auf die »Rettung« aus der Großstadt – Kommunikation und Konfliktlösung im ländlichen Raum
Nicht jede gute Idee aus der Stadt funktioniert auf dem Land. Der Workshop (60 Minuten) fragt, wie Kommunikation, Beteiligung und Konfliktbearbeitung vor Ort tatsächlich gelingen können.
Projekte kommen. Programme kommen. Beteiligungsformate kommen auch. Und sie kommen in bester Absicht und mit den ganz großen Begriffen im Gepäck: Demokratie, Teilhabe, Zusammenhalt, Zukunft. Und vor Ort? Da bleibt zwar manches hängen, aber vieles auch nicht. Und manchmal entsteht sogar das Gefühl: Da kommen wieder Leute von außen und erklären uns, wie es gehen soll.
Der ländliche Raum ist kein Übungsfeld für städtische Gewissheiten. Und schon gar kein defizitärer Raum, der darauf wartet, von außen gerettet zu werden. Wer hier arbeiten will, muss genauer hinschauen: Muss auf gewachsene Gemeinschaften, auf alte Konflikte, auf neue Brüche Rücksicht nehmen – und trifft dabei auch auf Menschen, die längst Verantwortung übernehmen, ganz ohne Projektlogik und Fördervokabular.
Im Beitrag reflektieren wir gemeinsam genau diese Erfahrungen aus der Praxis. Die Stressoren im ländlichen Raum sind oft ganz ähnlich gelagert: Gemeindefusionen, knappe Kassen, Überalterung und schwindende Infrastruktur. Gleichzeitig gibt es Ressourcen, die von außen oft unterschätzt werden: stabile Netzwerke, Ehrenamt, lokale Verantwortung, gewachsene Bindungen. Wir streifen dabei gemeinsam auch unbequeme Fragen, etwa wie politische Bildung, Beteiligungsprojekte oder Demokratieförderung diese Ressourcen bisher nutzen – und wie eher nicht. Auch die viel beschworene »verlorene Mitte« wird in den Blick genommen: Vielleicht ist sie gar nicht verloren gegangen. Vielleicht war sie nie da? Zumindest nicht so, wie sie oft rückblickend vorausgesetzt wird.
Der Beitrag liefert kein fertiges Rezept. Er ist eine gemeinsame Zumutung und Suchbewegung: eigene Annahmen prüfen, Erfahrungen sortieren und blinde Flecken benennen. Und die Frage ernst nehmen, ob die guten Ideen wirklich von außen kommen müssen – oder ob sie vor Ort längst im Kornfeld liegen.
Am Ende entscheidet nicht das Konzeptpapier, was gebraucht wird. Sondern die Menschen, die vor Ort mit den Ergebnissen leben.
Bernd Stracke und Ulrike Geisler arbeiten am B3 – Institut für Beratung, Begleitung und Bildung e. V. in Dresden. Sie begleiten seit vielen Jahren Kommunen, Vereine und zivilgesellschaftliche Akteure in den Bereichen Demokratieförderung, Konfliktbearbeitung und politische Bildung. Derzeit arbeiten sie gemeinsam mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. im Projekt »Engagement für die Gemeinschaft vor Ort« abseits der Großstädte.