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Vorträge/Projektspots/Workshops

Vortrag: »Also das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.« - Wie Täter- und Täterinnenstrategien auf Fachkräfte wirken

Portrait einer Frau
Christiane Hentschker-Bringt  © Christiane Hentschker-Bringt

Der Vortrag stellt Täterstrategien vor. Er beleuchtet welche Auswirkungen diese auf das Handeln von Fachkräften haben können und zieht Schlussfolgerungen für die Praxis. 

Wenn Täterpersonen gegen Kinder und Jugendliche sexualisierte Gewalt ausüben, gehen sie immer strategisch vor. Diese Strategien wirken nicht nur gegen die Betroffenen und deren näheres Umfeld, sondern richten sich auch gegen Helfende und können deren Handeln beeinflussen. Täter und Täterinnen täuschen, manipulieren und vernebeln die Wahrnehmung. Dies kann dazu führen, dass Helferpersonen betroffenen Kindern und Jugendlichen nicht glauben, eigene Irritationen ausblenden oder Verdachtsmomenten nicht nachgehen.  Im Kinderschutzverfahren können daraus Fehleinschätzungen in Bezug auf den Verdacht und daraus resultierend Fehlentscheidungen entstehen.
Im Vortrag werden, nach einer kurzen Hinführung zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Erwachsene, Strategien der Täter vorgestellt, deren Auswirkungen auf Fachkräfte erläutert und Schlussfolgerungen für das professionelle Handeln vorgestellt.

 

Vortrag: BAO Iuventus – wirksame Strategie aus Prävention und Intervention – Nadine Schaffrath und Kirstin Ilga

Portrait von zwei Frauen
Kirstin Ilga & Nadine Schaffrath   © PD Dresden

Der Vortrag soll einen Einblick in Tat- und Täterstrukturen, die Erfolgsfaktoren der BAO Iuventus sowie in das weitere zukunftsfähige Vorgehen in der Bekämpfung derartiger Gewalt von Kindern und Jugendlichen geben. Vor allem die Vernetzung mit internen und externen Partnern spielt hier eine besondere Rolle, womit der Bogen zu einem in Sachsen einmaligen Präventionsprogramm und damit zum zweiten Teil des Vortrags geschlagen werden soll.
 

Seit dem Herbst des Jahres 2022 ist ein Anstieg von Raubstraftaten durch zumeist jugendliche Tatverdächtige zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen im Stadtgebiet Dresden zu verzeichnen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurde eine »Besondere Aufbauorganisation (BAO) Iuventus« eingerichtet. Herkömmliche polizeiliche Maßnahmen reichen nicht aus bzw. führen nicht zu einer dauerhaften und effektiven Zurückdrängung dieses Kriminalitätsphänomens . Daher wurden – im Sinne eines ganzheitlichen Agierens – in der BAO Iuventus der Polizeidirektion Dresden sowohl Maßnahmen der Prävention als auch der Intervention integriert. Durch gezielte Präventionsprogramme für Schüler, Lehrer und Eltern, durch repressive Maßnahmen und letztlich auch durch den Aufbau eines behördenübergreifenden Netzwerkes konnten die Raubstraftaten von Kindern und Jugendlichen reduziert werden. 
Was hat nun aber die analoge, klassische Gewalt der Iuventus-Täter mit der digitalen Welt gemein? Das Filmen der Taten und Versenden dieser Aufnahmen sowie das Posieren mit Raubgut oder Anscheinswaffen gehören nicht selten dazu und sind für die Täter ein Mittel zur Selbstinszenierung und Machtdemonstration. Denn um letztere geht es vorrangig, wenn jugendliche Räuber Gleichaltrigen skrupellos 10 Euro »abziehen« und sie deswegen brutal zusammenschlagen.
Der Vortrag soll einen Einblick in Tat- und Täterstrukturen, die Erfolgsfaktoren der BAO Iuventus sowie in das weitere zukunftsfähige Vorgehen in der Bekämpfung derartiger Gewalt von Kindern und Jugendlichen geben. Vor allem die Vernetzung mit internen und externen Partnern spielt hier eine besondere Rolle, womit der Bogen zu einem in Sachsen einmaligen Präventionsprogramm und damit zum zweiten Teil des Vortrags geschlagen werden soll.

Ausführungen zur Vortragenden:
Nadine Schaffrath, Kriminalhauptkommissarin bei der Kriminalpolizeiinspektion Dresden, ist 39 Jahre alt und leitet die BAO Iuventus seit deren Gründung am 01.12.2022. Zuvor war sie als Kommissariatsleiterin im Bereich der Bearbeitung von Sexualdelikten, Branddelikten und Nichtnatürlichen Todesfällen tätig.
Kirstin Ilga ist 45 Jahre alt und seit 26 Jahren Polizeibeamtin. Erfahrungen konnte die Polizeihauptkommissarin in verschiedenen Bereichen der sächsischen Polizei sammeln (u.a. Personenschutz, Polizeisprecherin im Sächsischen Staatsministerium des Innern). Aktuell arbeite sie als Sachbearbeiterin im Fachdienst Prävention der PD Dresden und führt dort u.a. das modulare Präventionsprogramm Iuventus durch.
 
 

 

Vortrag: Cybermobbing – ein bekanntes Phänomen im Kontext aktueller Digitaltrends 

Kerstin Hagedorn & Lidia de Reese   © Nummer gegen Kummer, FSMeV

Der gemeinsame Vortrag der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter und Nummer gegen Kummer e.V. stellt den »Dauertrend« Cybermobbing in den Fokus: Wie betroffen sind Jugendliche in einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt? Wie verändert sich das Phänomen, welchen Einfluss haben KI und neue technische Entwicklungen? Was brauchen Betroffene in Hinblick auf Prävention, Intervention und Unterstützung? Es werden Ansätze und Positivbeispiele aus Jugendmedienschutz und Medienbildung sowie der Beratung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Eltern und pädagogische Fachkräfte vorgestellt. Zudem werden Trends und Herausforderungen in den Blick genommen, die die Weiterentwicklung von Beratungs- wie Unterstützungsangeboten hinsichtlich Schutz, Befähigung und Teilhabe junger Menschen prägen.

Über die Referentinnen
Lidia de Reese ist Referentin für Medienbildung bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.). Sie studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Medienpädagogik sowie Anglistik in Leipzig und Leeds. Zuvor war sie als Medienpädagogin bei der Kindersuchmaschine fragFINN.de sowie im Projekt- und Bildungsmanagement beim medienpädagogischen Fort- und Weiterbildungsinstitut BITS 21 tätig. 
 
Kerstin Hagedorn hat Bildungswissenschaft studiert und ist Mitarbeiterin im Projekt »Safer Internet« beim Dachverband der »Nummer gegen Kummer« in Wuppertal. Sie ist u.a. verantwortlich für die interne Fortbildung der Beraterinnen und Berater zu beratungsrelevanten Internetthemen. 

Über die Institutionen
Nummer gegen Kummer e. V. ist die Dachorganisation des größten, kostenfreien und anonymen Beratungsangebotes für Kinder, Jugendliche und Eltern in Deutschland – und das seit vielen Jahren. Zu den Angeboten der »Nummer gegen Kummer« gehören das Kinder- und Jugendtelefon, die Online-Beratung für Heranwachsende, das Elterntelefon sowie die Helpline Ukraine. Ziel ist, den Ratsuchenden als Ansprechperson zur Seite zu stehen und ihre Lebenssituation sowie ihre psychische Gesundheit zu verbessern.
Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) ist eine anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Online-Medien und setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche mit einem sicheren und besseren Internet aufwachsen können – insbesondere über die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Darüber hinaus gehören die umfangreiche Aufklärungsarbeit und die Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu ihren weiteren Aufgaben.
 

 

Vortrag: Das Cannabisgesetz (CanG) – Fluch oder Segen für die Suchtprävention in Sachsen?

Sirko Schamel  

Neben den Regelungen des Cannabisgesetzes werden die Auswirkungen und Herausforderungen der regulierten Freigabe von Cannabis für die Suchtprävention in Sachsen vorgestellt
 

Die im Vorfeld des Cannabisgesetzes öffentlich geführte Diskussion über eine regulierte Freigabe von Cannabis für Erwachsene und der durch die Gesetzgebung veränderte Umgang mit dem Konsum von Cannabis in Deutschland haben dazu geführt, dass sowohl von sächsischen Fachkräften als auch von der Bevölkerung ein hoher Bedarf an Information, Aufklärung und vor allem Prävention angezeigt wird.
In diesem Referat werden Ihnen die wichtigsten Reglungen des Cannabisgesetzes (KCanG) vorgestellt und deren jeweilige Praxistauglichkeit näher betrachtet. Weiterhin werden auf die Herausforderungen der regulierten Freigabe von Cannabis für Erwachsene für die Suchtprävention in Sachsen aufgezeigt. Gerade Maßnahmen des Kinder- und Jugendschutzes wie z.B. die geplanten flächendeckendenden Angebote zur Konsumreflexion für Probierkonsument*innen sowie zur Früherkennung- und Frühintervention für problematisch Cannabis konsumierende Jugendliche und junge Erwachsene stellen die Suchtpräventionslandschaft in Sachsen vor große Herausforderungen. Abschließend wird ein Blick auf die aktuell vorliegenden Entwicklungen aus den Ländern geworfen, in welchen Cannabiskonsums schon länger reguliert freigegeben ist. 

Sirko Schamel ist seit über 20 Jahren in der Suchtprävention tätig. Er leitet den Bereich suchtmittelspezifische Suchtprävention der Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen, ist Vorsitzender des Landesfachausschusses Suchtprävention des LPR Sachsen und vertritt Sachsen im Bund-Länder Kooperationskreis Suchtprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.  

 

Vortrag: Das kriminelle Dunkelfeld in Sachsen aus Opferperspektive Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt: Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD)

Portrait von zwei Männern als Collage
Dr. Christoph Meißelbach und Dr. Reinhold Melcher   © Bundeskriminalamt & Landespräventionsrat

Im Vortrag werden sachsenweite Befunde einer BKA-Dunkelfeldstudie zu Opfererfahrungen und Anzeigeverhalten präsentiert und Schlussfolgerungen für Prävention und Praxis abgeleitet.
 

Wird medial über die gesellschaftliche Verbreitung von Kriminalität berichtet, dann wird als Datengrundlage oft ausschließlich die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) herangezogen. Die PKS erfasst aber nur jene Delikte, die auch zur Anzeige gebracht wurden (‚kriminologisches Hellfeld‘). Das tatsächliche Ausmaß an Kriminalität wird damit aber systematisch unterschätzt, weil viele Straftaten polizeilich nicht angezeigt werden. Um auch über dieses Dunkelfeld Aussagen treffen zu können, führt das Bundeskriminalamt 2024 eine große Opferbefragung (»Sicherheit und Kriminalität in Deutschland 2024«) durch. Die Menschen werden darin u. a. gefragt, ob sie in 2023 bestimmten Delikten zum Opfer gefallen sind, wo und wie häufig das passiert ist, ob sie die Tat(en) angezeigt haben und ob sie Hasskriminalität als Tatmotiv vermuten. Zudem wurde nach den Gründen gefragt, wenn Straftaten bei der Polizei nicht zur Anzeige gebracht wurden. Der Freistaat hat sich an SKiD 2024 mit einer Stichprobenerhöhung um 5.000 Befragte beteiligt. Im Vortrag können daher erstmals sachsenweite Befunde zu Opfererfahrung und Anzeigeverhalten im Detail präsentiert werden, die nicht nur das kriminelle Dunkelfeld erhellen, sondern auch Rückschlüsse für die Kriminalitätsprävention und polizeiliche Praxis erlauben. Dr. Reinhold Melcher ist seit 2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sächsischen Institut für Polizei und Sicherheitsforschung (SIPS). Zuvor war der promovierte Politikwissenschaftler Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Wissenschaftliche Hilfskraft an der FernUniversität Hagen. Schwerpunkte seiner Forschung umfassen das Sicherheitsgefühl und die Furcht vor Kriminalität, Wahlen und politische Einstellungen mit Fokus auf Rechtspopulismus und politischen Extremismus sowie quantitative Methoden und Statistik.
Dr. Christoph Meißelbach ist seit 2020 der Wissenschaftliche Koordinator des Sächsischen Instituts für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS) an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH). Zuvor war der studierte Politikwissenschaftler und Soziologe seit 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Politische Systeme und Systemvergleich am Institut für Politikwissenschaft der Technischen Universität Dresden tätig. Im Studienjahr 2022/23 vertrat er die Professur für politische Bildung an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben der Sicherheitsforschung die politische Kultur Ostdeutschlands und der Polizei sowie die vergleichende Demokratieforschung.

 

Vortrag: Dialogisches Konfliktmanagement Die Dresdner Nacht(sch)lichterinnen und Nachtschlichter – Ein Erfolgskonzept

Alessandro Finke, André Barth & Karsten König  © Landeshauptstadt Dresden & Karsten König

Ein Kommunikationsteam betreibt seit 4 Jahren Konfliktmanagement im Dresdner Szeneviertel Neustadt – ein Vortrag über Herausforderungen, Erfolge und die Zukunft des Projekts.

Bewohnerinnen und Bewohner, Gewerbetreibenden und Gästen aufeinander. Das bleibt im urbanen Raum nicht ohne Reibung. Denn wo die einen ihre Jugend, Freiheit oder gute Laune genießen und ausleben wollen, verspüren andere ein Bedürfnis nach Ruhe und Ordnung. Vor allem im dicht besiedelten Szeneviertel Äußere Neustadt prägen zahlreiche solcher Nutzungskonflikte das gesellschaftliche Miteinander.

Das Stadtbezirksamt Dresden Neustadt konzipierte mit den Nacht(sch)lichterinnen und Nachtschlichter ein eigenes Kommunikationsteam, um einen Teil dieser Konflikte zu entschärfen. Neben der Kontrolle durch die Polizei und Ordnungsamt, sowie dem Schaffen von Kommunikations-, Beteiligungs-und Freizeit-Angeboten, stellt das präventive Wirken der Nacht(sch)lichterinnen und Nachtschlichter die dritte Säule im gesamtgesellschaftlichen Ansatz des Dresdner Weges dar.

Nach vier Jahren und einer wissenschaftlichen Evaluation durch die Internationale Universität, zieht Stadtbezirksamtsleiter André Barth zusammen mit Professor Karsten König und dem Koordinator Konfliktmanagement, Alessandro Finke, ein Fazit und schaut auf die Herausforderungen und Erfolge der Vergangenheit ebenso wie auf die Chancen und Perspektiven der kommenden Jahre. Dabei möchte er anderen Kommunen Instrumente und Tipps an die Hand geben, um erfolgreich ein eigenes Dialogisches Konfliktmanagement auf den Weg zu bringen.

 

Vortrag: Digitale Lebensretter: Wie krisenchat junge Menschen unterstützt

Portrait einer Frau
Melanie Eckert   © Krisenchat

Erfahren Sie, wie krisenchat als führendes Online-Beratungsangebot für junge Menschen präventiv wirkt und in Krisensituationen schnelle Hilfe bietet.
 

Melanie Eckert, Mitgründerin und Co-CEO von krisenchat, wird das erfolgreiche Online-Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vorstellen. Seit der Gründung im Mai 2020 hat krisenchat über 150.000 Beratungen durchgeführt. Der Vortrag gibt einen tiefen Einblick in die Funktionsweise von krisenchat, die häufigsten Anliegen der Hilfesuchenden und die Erfolgsfaktoren des Angebots. Besondere Aufmerksamkeit wird der präventiven Wirkung und der Effizienz der digitalen Beratung geschenkt. Studien belegen die Wirksamkeit von krisenchat: 88% der Hilfesuchenden würden das Angebot weiterempfehlen und 65% gaben an, erstmals zu ihrem Anliegen professionelle Hilfe zu bekommen. Erfahren Sie, wie krisenchat durch niedrigschwellige, digitale Beratung jungen Menschen in Krisensituationen wirkungsvoll hilft.

 

 

Vortrag: Digitalisierung!? Ich bin froh kein Kind mehr zu sein

Portraitfoto von Dirk Labudde
Prof. Dr. Dirk Labudde  © Tomas Rodriguez

Die gesamte Gesellschaft ist auf dem Weg zur digitalen Gesellschaft. Wir verwenden die größten und schönsten Begriffe für diesen Prozess, überbieten uns in allen Diskussionen. Aber wen wir uns umdrehen, habe wir nicht die Kinder und Jugendlichen vergessen? Wir lassen sie buchstäblich mit Kriminellen allein mit WormGPT, ChatGPT, swap und CO.

Prof. Dr. Dirk Labudde ist Experte für digitale Forensik an der Hochschule Mittweida.

 

Vortrag: Eine Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall

Susanne Hampe  © J. Grosze

Das Projekt Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung und häuslicher Gewalt verbessert die medizinische Versorgung der Betroffenen und befördert die Erhöhung der Verurteilungsquote.

Die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten nach geschlechtsspezifischer Gewalt wird während des Medizinstudiums kaum vermittelt. Die Verurteilungsquoten von Fällen sexualisierter und häuslicher Gewalt sind sehr niedrig. Diese beiden Themen nimmt sich das Projekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung und häuslicher Gewalt“ zur Aufgabe. Mit fokussierten Schulungen des Klinikpersonals und regelmäßigen digitale Ausbildungsreihen in modularer Form werden das Wissen um geschlechtsspezifische Gewalt und die vertrauliche Spurensicherung sowie die Behandlung von Patientinnen und Patienten vermittelt. Durch sachsenweite Kampagnen wird die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert und den Betroffenen der Zugang zu Hilfe und Behandlung nähergebracht.

Das SMJusDEG fördert das Projekt seit 2019. Im Vortrag werden die Entwicklungen und Erfahrungen und der Stand der Umsetzung in Sachsen nach 5 Jahren Projektzeit dargestellt.

Referentin: Susanne Hampe, Master of Socialwork, Dipl. Sozialarbeiterin, Geschäftsführerin des Bellis e.V.

 

Vortrag: Generative KI im Klassenzimmer

Mario Tormo Romero 

Generative KI ist bereits Realität in Schulen! In dieser Präsentation erfahren Sie mehr über die aktuellen Risiken und Chancen für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer, sowie praxisnahe Beispiele und bewährte Methoden.

 

Der Aufstieg der generativen KI in unserer Gesellschaft hat eine Revolution im Bildungsbereich ausgelöst, deren volle Auswirkungen wir noch nicht vollständig beurteilen können. Dieser Vortrag erforscht die Grundlagen der generativen KI und zeigt auf, wie diese Technologien die Regeln im Bildungswesen verändert haben und Lehren und Lernen transformieren. Dabei diskutieren wir die aktuellen Herausforderungen und Risiken an deutschen Schulen und deren Auswirkungen auf die Bildungsfortschritte der Lernenden. Außerdem sprechen wir über den Umgang mit diesen Herausforderungen und wie man KI sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrern als Chance für das Bildungswesen verstehen kann, anhand verschiedener Beispiele aus Ländern, die bei der Integration von KI in die Bildung führend sind. Abschließend behandeln wir die ethischen Aspekte im Zusammenhang mit generativer KI. Die Präsentation macht den Einsatz von KI anhand von praktischen Demonstrationen nachvollziehbar und zeigt den derzeit aktuellen Stand der Forschung in Deutschland.

Über den Referenten:

Mario Tormo Romero ist ein AI  Engineer und Senior Data Scientist mit einem Master-Abschluss in Physik und Mathematik sowie über 30 Jahren Programmiererfahrung. Er hat an der Universidad de Valencia (Estudi General), Spanien, und der Freien Universität Berlin, Deutschland, studiert und arbeitet seit den letzten fünf Jahren im Bereich Data Science und Künstliche Intelligenz. Dabei hat er verschiedene Rollen übernommen, darunter Data Scientist, AI Engineer, MLOps Engineer und Technical Project Manager in sehr verschiedenen Branchen wie Gesundheitswesen, Immobilien oder soziale Medien.

 

Vortrag: Heranwachsen digital: Risiken auf dem Vormarsch?

Portraitfoto Daniel Hajok
Prof. Dr. Daniel Hajok 

Einen weiteren Schwerpunktvortrag wird Prof. Dr. Hajok halten, der die Risiken für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen aufgrund der aktuellen Entwicklungen systematisieren wird.

Im ersten Teil des Vortrages werden die veränderten Rahmungen für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen skizziert. Auf der Grundlage von aktuellen Befunden zum Umgang mit Smartphones, Tablets, Spielkonsolen auf der einen und Internetseiten, Onlinediensten, Apps auf der anderen Seite werden die heutigen Freizeitwelten junger Menschen mitsamt der Entwicklungen in den letzten Jahren umrissen und als zentrale Lebenswirklichkeit mit zunehmender Relevanz herausgestellt.

Heranwachsen digital: Risiken auf dem Vormarsch? – Prof. Dr. Daniel Hajok

Ausgehend von den aktuellen Entwicklungen systematisiert der Vortrag die Risiken für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen Im ersten Teil des Vortrages werden die veränderten Rahmungen für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen skizziert. Auf der Grundlage von aktuellen Befunden zum Umgang mit Smartphones, Tablets, Spielkonsolen auf der einen und Internetseiten, Onlinediensten, Apps auf der anderen Seite werden die heutigen Freizeitwelten junger Menschen mitsamt den Entwicklungen in den letzten Jahren umrissen und als zentrale Lebenswirklichkeit mit zunehmender Relevanz herausgestellt. Im zweiten Teil des Hauptvortrages rücken die Einflüsse der digitalen Lebenswelten auf die verschiedenen Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen in den Fokus. Die Potenziale des Umgangs mit digitalen Medien im Spannungsfeld von Information, Orientierung und Wissensaneignung, Austausch und Vernetzung, Kreativität und Selbstausdruck sowie Kooperation und Kollaboration werden kurz benannt und die Risiken mit einigen Zahlen zu den Erfahrungen junger Menschen und möglichen Folgen für ihre Entwicklung und Sozialisation konkretisiert. Mit kritischem Blick auf die erweiterten Risikolagen in der digitalen Welt im Spektrum von vorverlagerten inhaltsbezogenen und neuen markt-, kommunikations- und verhaltensbezogenen Risiken werden Ansatzpunkte für Prävention gegeben. Das inhaltliche Spektrum reicht hier von einer Konfrontation junger Menschen mit Pornografie, Hass, Fakes und Hetze im Netz über Intransparenzen und Kostenrisiken bis hin zu einem riskanten Austauschhandeln, Grenzverletzungen unter und Formen digitaler sexueller Gewalt gegenüber Heranwachsenden sowie einer dysfunktional-pathologischen Nutzung von Social Media und digitalen Spielen.

Prof. Dr. Daniel Hajok, ist Kommunikations- und Medienwissenschaftler, Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Kindheit, Jugend und neue Medien (AKJM) in Berlin und Honrorarprofessor an der Universität Erfurt, Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft. Er ist mit zahlreichen Begutachtungen, Fachbeiträgen und Fortbildungen seit über 25 Jahren im gesetzlichen und erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutz, Mediensozialisationsforschung und medienpädagogischer Praxis mit Schwerpunkt Fachkräftefortbildung tätig

 

Vortrag: Klasse2000 – stark und gesund in der Grundschule

Janina Luickx © Klasse2000 

Wie das Unterrichtsprogramm Klasse2000 von Klasse 1-4 Kinder für Gesundheit begeistert und Sucht und Gewalt vorbeugt.
 

Klasse2000 ist das in Deutschland am weitesten verbreitete Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung. Es begleitet Kinder von Klasse 1 bis 4 und stärkt ihre Gesundheits- und Lebenskompetenzen. Eine Besonderheit des Programms ist die Zusammenarbeit von Lehrkräften mit speziell geschulten Klasse2000-Gesundheitsförderinnen und -förderern. Diese führen zwei bis dreimal pro Schuljahr neue Themen in den Unterricht ein, die die Lehrkräfte anschließend vertiefen. Pro Schuljahr finden ca. 15 Unterrichtseinheiten zu den wichtigsten Gesundheits- und Lebenskompetenzen statt: • Gesund essen & trinken • Bewegen & entspannen • Sich selbst mögen & Freunde haben • Probleme & Konflikte lösen • Kritisch denken & Nein sagen, z. B. zu Alkohol und Rauchen Vielfältige Methoden, Spiele, die Besuche der Gesundheitsförderinnen und interessante Materialien wie z. B. Atemtrainer, Taschenhirn und Gefühlebuch, begeistern die Kinder für das Thema Gesundheit. Die Lehrkräfte erhalten ausgearbeitete Unterrichtsvorschläge, Material für digitale Tafelsysteme sowie Schülermaterial in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Eltern werden über Informationsmaterial und kleine »Hausaufgaben« der Kinder beteiligt. Das Programm wird laufend aktualisiert. Seine positive Wirkung auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten während der Grundschulzeit sowie auf den geringeren Konsum von Alkohol, Zigaretten und Cannabis im Jugendalter ist wissenschaftlich belegt. 
 

Referentin: Janina Luickx - Regionale Koordinatorin für Klasse2000 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen - B.A. Sportwissenschaft, M.Sc. Gesundheitsförderung

 

Vortrag: Kommunen setzen mit dem Programm »Kinderfreundliche Kommunen« die Kinderrechte um

Logo Kinderfreundliche Kommune 

»Kinderfreundliche Kommunen« ist ein Programm zur Umsetzung der Kinderrechte aus der UN–Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene auf Initiative von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk, das seit 2012 durchgeführt wird. 
 

Seit 2012 haben Kommunen die Möglichkeit, sich für das Programm »Kinderfreundliche Kommunen« zu bewerben. Ziel ist es, die UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene umzusetzen und so Kindern und Jugendlichen u. a. nachhaltige Beteiligungsmöglichkeiten zu eröffnen. In dem Vortrag werden die UN-Kinderrechtskonvention, ausgewählte Kinderrechte, die Struktur des Programms und viele Beispiele vorgestellt. Es wird um Fragen gehen, welche Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Programms »Kinderfreundlichen Kommune« erforderlich sind und wie kommunale Netzwerke aufgebaut werden können.  (siehe www.kinderfreundliche-kommunen.de). Der Vortrag zeigt die Möglichkeiten für Kommunen auf, den Interessen von Kindern und Jugendlichen Raum zu geben und in Konzepte einfließen zu lassen. Strukturelle Bedingungen für Kinder- und Jugendbeteiligung werden auf der Basis der Erfahrungen in den Kommunen aufgezeigt. Für Diskussionen zu dem Thema steht während des Vortrags und am Ende Zeit zur Verfügung.
 

 

Vortrag: Kriminalitätsentwicklung und Opferwerdung unter jungen Menschen in Sachsen: Aktuelle Analysen und Bewertungen des PSB-Teams

Portrait von zwei Männern
Jens Goebel & Martin Otto   © SMI & Philipp Busch

Der Vortrag der Geschäftsstelle »Periodischer Sicherheitsbericht« analysiert die Kriminalitätsentwicklung unter jungen Menschen in Sachsen vor und nach der Corona-Pandemie, beleuchtet Deliktfelder und stellt wirksame Präventionsmaßnahmen im polizeilichen Kontext vor. 
 

Kriminalitätsentwicklung und Opferwerdung unter jungen Menschen in Sachsen: Aktuelle Analysen und Bewertungen des PSB-Teams
Wie hat sich die Kriminalität unter jungen Menschen in Sachsen innerhalb der letzten fünf Jahren empirisch entwickelt? Wer sind die Opfer? Welche Besonderheiten zeigen sich zwischen den Deliktfeldern? Welche repressiven und präventiven Maßnahmen wurden bzw. sind wirksam im Umgang mit diesen Herausforderungen?
Die Geschäftsstelle PSB widmet sich in ihrem Vortrag genau diesen Fragestellungen. Studien zeigen oft, dass das sogenannte Hell- und Dunkelfeld nur in einem schwachen Zusammenhang stehen. Der Vortrag soll ein realistisch transparentes Abbild der Kriminalitäts-situation und Opferwerdung unter jungen Menschen in Sachsen darstellen. Besonderes Augenmerk wird auf spezifische Deliktfelder gelegt, um die Komplexität und Vielfalt der Kriminalitätsformen in diesen Altersgruppen zu verdeutlichen. Ein zentraler Bestandteil ist zudem die Vorstellung von polizeilichen Ansätzen, die sowohl repressive als auch präventive Maßnahmen im Umgang mit Kinder- und Jugendkriminalität in Sachsen integrieren.

Hintergrundinformationen:
Die sächsische Regierung möchte mit dem Periodischen Sicherheitsbericht (PSB) die Entwicklung der Kriminalität in Sachsen genauer beleuchten. Dazu soll der PSB anhand von Erkenntnissen aus unterschiedlichen, amtlichen Datensammlungen (wie z.B. der PKS) sowie aus Befunden von sachsen- und bundesweiten Dunkelfeldstudien ein realistisches Lagebild zeichnen.
Der erste PSB dieser Geschäftsstelle bietet bereits eine fundierte Grundlage für eine evidenzbasierte Diskussion über die Kriminalitätslage in Sachsen sowie die dazugehörigen repressiven und präventiven Maßnahmen und befasst sich mit den Jahren 2017 bis 2021. Der zweite PSB, welcher sich darauf aufbauend mit dem Zeitraum 2019 bis 2023 beschäftigt, widmet sich intensiv der Kinder- und Jugendkriminalität als einem von vier Schwerpunkten. Weitere Informationen zur Geschäftsstelle sowie zu den periodischen Sicherheitsberichten sind hier abrufbar: https://www.smi.sachsen.de/periodischer-sicherheitsbericht-5369.html. 

Zu den Referenten:
Martin Otto (Soziologe)
Ab 2018 als Soziologe in der Sächsischen Polizei tätig. Bis 2023 Wissenschaftler am Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums des LKA Sachsen im Bereich der Auswertung. Seit 2024 Referent im SMI und wissenschaftlicher Mitarbeiter im PSB-Team. Schwerpunktthemen: politisch motivierte Kriminalität, Protestbewegungen, statistische Auswertungen von PKS und PMK-Fallzahlen.

Jens Goebel (Kriminologe)
Seit über 15 Jahren bei der Polizei Sachsen tätig. Kriminologe und derzeitiger Leiter der Geschäftsstelle PSB im SMI. Zuvor Sachbearbeiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Landeskriminalamt Sachsen. Experte für Kriminalprävention, insbesondere im Bereich Kinder- und Jugendkriminalität. Zudem Prüfer für Kriminologie und Gastdozent an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) sowie Referent an Schulen und Symposien im Fachkontext.

 

Online-Vortrag: »Law4school« Vermittlung des rechtlichen Grundhandwerkszeugs zu Cybermobbing & Co wirkt präventiv!

Portraitfoto von Gesa Gräfin von Schwerin
Gesa Gräfin von Schwerin  © Anne Domdey

Cybermobbing, sexualisierte Gewalt durch Jugendliche im Netz – Themen, die allgegenwärtig sind. Aber kenne ich meine Rechte als Betroffener? Wie kann ich diese durchsetzen? Welche Konsequenzen erwarten die Täter?

Im Projekt »Law4school« des Vereins Prävention 2.0 e.V. werden Schulen bundesweit zu den rechtlichen Aspekten durch Frau Rechtsanwältin Gesa Gräfin von Schwerin informiert und sensibilisiert. Sie stellt Ihnen u. a. das wissenschaftlich evaluierte Projekt unter dem Titel: »Law4school – Vermittlung des rechtlichen Grundhandwerkszeugs zu Cybermobbing & Co wirkt präventiv!« und seine Entwicklung vor.

 

Projekt »Law4school« – Vermittlung des rechtlichen Grundhandwerkszeugs zu Cybermobbing & Co wirkt präventiv! – Gesa Gräfin von Schwerin

Cybermobbing oder auch Verletzungen des Rechts am eigenen Bild belasten Betroffene ihr Leben lang. Sexualisierte Gewalt durch Jugendliche im digitalen Raum nimmt immer mehr zu. Rechtliches Grundwissen hierzu ist unerlässlich, da Betroffene so gestärkt werden: Sie wissen, dass sie nicht hilflos sind, sondern sich wehren können. Im Projekt »Law4school« wird dieses erforderliche Grundwissen an Kinder, Eltern und Lehrer deutschlandweit durch Projektinitiatorin Rechtsanwältin Gesa Gräfin von Schwerin in interaktiven Live-Webinaren vermittelt. Anhand praktischer Beispiele aus der anwaltlichen Tätigkeit und unter ständiger Anpassung an die aktuellen Entwicklungen – neue Apps, neue Urteile, Gesetzesänderungen finden ständig Eingang in die Webinare. Behandelt werden die Themen Cybermobbing, Recht am eigenen Bild, Cybergrooming, sexualisierte Gewalt durch Jugendliche und auch Hate Speech. Die rechtliche Erklärung beinhaltet neben der strafrechtlichen auch die zivilrechtliche Einordnung, die in der Regel für die Betroffenen einen schnelleren und direkten Effekt hat. »Law4school« ist ein Projekt, das laut wissenschaftlicher Evaluation präventiv wirkt. Die Initiatorin wird Ihnen das Projekt inhaltlich und die Weiterentwicklung zur nachhaltigen Prävention mit dem Projekt »Law4school+«, einem Streaming-Angebot, vorstellen.

Rechtsanwältin Gesa Gräfin von Schwerin, geboren in Düsseldorf, ist seit 1996 in Rostock in eigener Kanzlei tätig. 2007 wurde sie mit einem Fall von Cybermobbing zweier Schüler beauftragt und begann daraufhin in Mecklenburg-Vorpommern zur Prävention mit Vorträgen an Schulen. 2011 wurde sie mit dem Landespräventionspreis Mecklenburg-Vorpommern für ihr Engagement ausgezeichnet. 2013 startete sie das Projekt »Law4school«. 2018 erhielt sie den EMOTION Award in der Kategorie »Soziale Werte«. Sie leitet die AG Massenkriminalität Cybergrooming beim Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern.

 

Vortrag: Lebensstark: Praktische Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Dr. Frederik Haarig   © Luise Egermann Fa. Medien- und Eventgestaltung

Psychische Gesundheit nimmt einen wesentlichen Stellenwert in der Förderung von Lebenskompetenz im Kindes- und Jugendalter ein. Anhand von Praxisbeispielen wird das Potential für die Prävention herausgestellt.
 

Gerade in Krisenzeiten begegnen Schülerinnen und Schüler sowohl im familiären als auch schulischen Kontext Anforderungen, die es zu bewältigen gilt. Dabei ist für die Erhaltung und Förderung der eigenen psychischen Gesundheit notwendig, Strategien zu haben, um diesen Anforderungen und Herausforderungen zu entgegnen. Psychische Gesundheit stellt dabei die Grundlage für viele andere Lebensprozesse dar, die Wohlbefinden und Lebensqualität ermöglichen. Gerade das Kindes- und Jugendalter stellt eine sensible Entwicklungsphase dar, in der einerseits basale Voraussetzungen für zukünftiges gesundheitsförderliches Verhalten geschaffen werden sowie andererseits Defizite wahrgenommen werden können. Der Beitrag soll an diesem Punkt ansetzen, und beide Seiten beleuchten, indem die Relevanz von lebenskompetenzorientierten Ansätzen verdeutlicht wird. Resilienz ist dabei als Widerstandsfähigkeit zu verstehen, die beinhaltet 1) gegenüber Belastungen resistent zu sein, 2) regenerieren zu können und 3) sich mit Gedanken und Verhalten auf Belastungen anpassen zu können (Rekonfiguration). Der Beitrag soll vermitteln, wie die theoretischen Säulen der Resilienz (u.a. Allabauer, 2021) so praxisorientiert aufbereitet werden, damit Zielgruppen aus dem Präventionsfeld damit arbeiten können. Neben der Vermittlung von Schulwissen ist es vor allem nötig, die Generation Alpha hinsichtlich Kompetenzen zu fördern, wie mit eigenen Krisen umgegangen werden kann und wie das eigene Wohlbefinden, das zentral für den Gesundheitsbegriff der WHO steht (2001), erhöht werden kann. Die entsprechenden Teilnehmenden des Präventionstags sollen sensibilisiert werden, sich mit den Ideen der Resilienz auseinanderzusetzen und Grundlagen der psychischen Gesundheit zu reflektieren und deren Bedeutsamkeit für die eigene Präventionsarbeit zu erkennen. Dabei soll verschiedenen Ideen zur Förderung der Resilienz von Kindern und Jugendlichen präsentiert. Der Beitrag beinhaltet grundsätzlich folgende Themenabschnitte:
 
1) Einführung in die Resilienz bei Kindern und Jugendlichen
2) Elemente der Resilienzförderung zur Anwendung in Klassen
3) Darstellung von Ansätzen/Programmen der Lebenskompetenzförderung im präventiven Bereich

Person: Dr. Frederik Haarig
- Dipl. Psychologe
- promoviert im Bereich Klinische Psychologie und Psychotherapie an der TU Chemnitz
- Arbeit im Universitätsklinikum Dresden (Geschäftsführung am Forschungsverbund Public Health Sachsen)
- Inhaber der Marke Kopfvitamin e.V. - Lotse für Angewandte Psychologie
- Arbeit an Schulen zum Thema Mentale und Psychische Gesundheit, Resilienz
- in Ausbildung zum Psych. Psychotherapeuten
- musikalisch aktiv bei Vinoresque 
- Tätigkeitsfeld: Prävention, Psychologische Beratung, Gate Keeping


 

 

Vortrag: Let's talk: Prävention an Schulen durch Medienscouts?!

Eine Collage von zwei Frauen
Angela Johanning & Claudia Kuttner  

Die Bildungsinitiative »Medienscouts in Sachsen« im Gespräch mit sächsischen Medienscouts über Ausbildung, kleine und große Herausforderungen im Alltag und kreative Lösungsansätze.

Angela Johanning und Claudia Kuttner von der Bildungsinitiative »Medienscouts in Sachsen« (www.medienscouts-sachsen.de) stellen die Medienscout-Idee sowie die Bildungsinitiative vor. Anschließend gehen sie mit der Medienscout-Gruppe des Gymnasiums Burgstädt über die Einbindung des Medienscout-Projekts in das schulische Medienbildungskonzept, über ihren Alltag als Medienscouts und die Chancen des Peer-to-Peer-Ansatzes ins Gespräch. – Sie möchten sich am Talk beteiligen? Auf dem Podium ist für Ihre Fragen, Erfahrungen und Anregungen immer ein Stuhl frei! 
Angela Johanning ist als Referentin im Referat Medienbildung und Digitalisierung des Landesamtes für Schule und Bildung u. a. Projektverantwortliche für »Medienscouts in Sachsen« und Aktionen im Rahmen des jährlichen Safer Internet Day. Sie hat langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärterinnen als Gymnasiallehrerin, Fachberaterin und Fachausbildungsleiterin.
Kontakt: angela.johanning@lasub.smk.sachsen.de
             
Claudia Kuttner ist aktuell sowohl wissenschaftlich als auch praxisorientiert v. a. im Themenfeld ‚Medienbildung & Schulkultur‘ tätig. Unter anderem beobachtet sie in diesem Zusammenhang deutschlandweit die Medienscout-Landschaft und unterstützt in verschiedenen Bundesländern Initiativen, die die Medienscout-Idee weitertragen, stärken und bevorzugt groß denken.
Kontakt: mail@claudia-kuttner.de | www.claudia-kuttner.de/medienscouts
 

 

Vortrag: Medienbildung in der Grundschule

Schon Grundschulkinder nutzen WhatsApp, TikTok, Brawl Stars und Fortnite. Das zeigt die KIM-Studie 2022, aber auch jeder unserer Workshops in Grundschulklassen. Damit verbunden sind Risiken wie Cybergrooming, Suchtgefahren, In-Game-Käufe, riskante Challenges und Cybermobbing. Oft fehlt jedoch eine gezielte Vermittlung eines verantwortungsvollen und sicheren Umgangs mit digitalen Medien, die Kindern auch die kreativen Möglichkeiten und Chancen der digitalen Welt näher bringt.

Social Web macht Schule ist die größte Organisation für Medienbildung an Grundschulen in Sachsen. Jedes Schuljahr erreichen wir mehr als 30 Grundschulen und führen dort über 120 Workshops mit verschiedenen Klassenstufen durch. Wir haben spezielle Programme für die Klassen 2, 3 und 4 entwickelt, die aufeinander aufbauen und den Schülerinnen und Schülern eine grundlegende Medienkompetenz für den Übergang in die weiterführenden Schulen vermitteln. Neben der Arbeit mit den Kindern bieten wir an fast allen Grundschulen Elternabende an, um Eltern im Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag zu unterstützen. Darüber hinaus bilden wir Lehramtsstudierende, Referendare und Grundschullehrkräfte in unterschiedlichen Formaten fort. Inzwischen bieten wir auch Elternabende in Kitas und Fortbildungen für Horte an.

Eines unserer Workshop-Formate ist der ganztägige »Internetführerschein« für die dritte Klasse. Die Kinder lernen, mit kindgerechten Suchmaschinen zu recherchieren, sichere Passwörter zu erstellen und auf Kettenbriefe oder anonyme Nachrichten zu reagieren. In unserem Format »Abenteuerreise Internet« erleben die Viertklässler ein Escape-Room-Abenteuer im Klassenzimmer, arbeiten in Gruppen, stärken ihre Medienkompetenz und helfen dem Mobbing-Mops (unserem Maskottchen), sich für ein respektvolles Miteinander im Internet einzusetzen. Auch das wichtige Thema Cybergrooming gehört dazu.

Darüber hinaus bieten wir seit dem Schuljahr 24/25 zwei neue Formate für die Klassenstufe 4: Unser preisgekröntes und stark nachgefragtes Workshop-Format »Die Mission Mobbing Mops« zur Prävention von Cybermobbing, zum Umgang im Klassenchat und zu Persönlichkeitsrechten, mit dem wir bisher für die Klassenstufen 5 bis 7 unterwegs waren, haben wir für die Klassenstufe 4 adaptiert. Und einen Workshop zur Suchtprävention bei digitalen Spielen und In-Game-Käufen.

Basierend auf diesen Erfahrungen möchten wir in unserem Vortrag konkrete Ideen, Methoden und digitale Tools vorstellen, die sich für die medienpädagogische und präventive Arbeit mit Kindern, Eltern, Grundschullehrkräften sowie pädagogischen Fachkräften in Hort und Kita eignen.

Referenten: Mirjam Gall (Konzeption und Koordination Medienbildung) und Marcel Burghardt (Geschäftsführer), Social Web macht Schule gGmbH

 

Vortrag: Mediensucht und Medienkompetenz in Sachsen, Deutschland und der Welt: Was wir jetzt brauchen

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Florian Buschmann  © Florian Buschmann

Erfahren Sie, wie wir es als Gesellschaft schaffen können, Kinder stark, resilient und bestens auf die digitale Welt von morgen vorzubereiten.
 

In diesem fesselnden Vortrag wird das aktuelle Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt den Empfehlungen verschiedener Institutionen gegenübergestellt. Was ist richtig und was ist falsch? Wo liegen die Grenzen und wann wird es zu viel? Wir betrachten Themen wie Cybergrooming, Fake News und den Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir den Risiken, die von beliebten Apps wie Likee, TikTok und Snapchat ausgehen, sowie den Spielen Brawl Stars und Fifa.

Gemeinsam werden wir erkunden, wie wir Kinder in der digitalen Welt stark und resilient machen können. Wie sieht wirksame Prävention aus und welche Interventionsmöglichkeiten gibt es? Florian Buschmann geht diesen Fragen nach und zeigt praktische Lösungsansätze auf. Seine Veranstaltungen richten sich nicht nur an Kinder, Eltern und Lehrer im schulischen Kontext, sondern auch an die Bedürfnisse in Kindergärten, da kritische Nutzungsmuster immer früher auftreten und verheerende Folgen haben können.

Seien Sie gespannt auf einen Vortrag, der Ihnen nicht nur den aktuellen Stand aufzeigt, sondern auch konkrete Maßnahmen und Strategien bietet, um Kinder sicher und verantwortungsvoll durch die digitale Welt zu begleiten. .Mehr erfahren Sie über den Dresdner auf: www.florian-buschmann.de
Zur Person:
Florian Buschmann ist ein führender Experte zum Thema Prävention von Mediensucht und zur Förderung von Medienkompetenz im deutschsprachigen Raum. Mit seiner Initiative OFFLINE HELDEN setzt er sich in Schulen zur Förderung dieser Kompetenzen ein. Jährlich führen Sie über 300 Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Teilnehmer*innen durch. Als ehemals Betroffener liegt ihm die Aufklärung besonders am Herzen. Neben seinem Engagement im Fachverband für Mediensucht veröffentlichte er das Buch: »ADE AVATAR – Schritte in die Freiheit« Das Motto des Teams OFFLINE HELDEN lautet: Stark, resilient und bestens vorbereitet auf die digitale Welt von morgen. Neben der Zusammenarbeit mit Suchttherapeuten, der Jugendhilfe und anderen staatlichen Institutionen sind sie bestens vernetzt. Florian Buschmann ist als Gastautor bei Focus online und der sächsischen Familienzeitschrift: Kind und Kegel präsent, um einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Aufklärung zu leisten. Lassen Sie uns gemeinsam ein Teil dieser Aufklärungsbewegung werden, Kinder für das reale Leben begeistern und für die Gefahren der digitalen Welt zu sensibilisieren. Mehr erfahren Sie über den Dresdner auf: www.florian-buschmann.de »Sehr zu empfehlen! Anschauliche und gleichzeitig fundierte Inhalte und diese zudem sympathisch und kompetent vermittelt!« - Dr. Kai W. Müller (Vorsitzender des Fachverbandes für Mediensucht
 

 

Vortrag: Professioneller Umgang mit schwierigen, fordernden, emotionalen und aggressiven Situationen im pädagogischen Alltag – Deeskalation und Konfliktmanagement

Torsten Badstuebner 

Stören, Nerven, Verweigern, forderndes Verhalten, Beleidigungen, Bedrohungen, körperliche Übergriffe und andere aggressive Konfliktverhalten beeinträchtigen die Arbeit im Kundendienst. Aggressive Konfliktverhalten schaden der Arbeitsgesundheit und erschweren zielorientierte Prozesse in Klientenzentrierten Arbeitsfeldern. 
Der Vortrag nimmt sich dem Problem an und bietet unterschiedliche intervenierende sowie präventive Ansätze für verbale, nonverbale, körperliche und strategische Deeskalation sowie eine angemessene Kommunikation im Konfliktfall. Das Training stellt sich dem besonderen Zwiespalt zwischen der Verbindlichkeit des Arbeitsauftrag, Kundenfreundlichkeit und dem Dienst am Menschen einerseits sowie dem Schutz des eigenen Lebens, der Arbeitsgesundheit sowie der persönlichen psychischen Integrität der Arbeitnehmer auf der anderen Seite.
Anhand eines dialogischen Vortrages wird ein Stufenmodell zur Deeskalation erarbeitet. 

 

Vortrag: Schulische Prävention durch Lebenskompetenzförderung - am Beispiel des suchtpräventiven IPSY-Programms

Anne Günther   © Universität Jena

Im Beitrag wird die Lebenskompetenzförderung generell und das IPSY-Programm im Speziellen als Möglichkeit einer themenübergreifenden Präventionsstrategie in Schulen vorgestellt.

Schulen sind durch verschiedene Vorgaben aufgefordert, Präventionsmaßnahmen umzusetzen, die das Auftreten oder Verfestigen von problematischen Entwicklungen in vielen verschiedenen Bereichen bei Schülerinnen und Schülern verhindern sollen. Im Rahmen des Beitrags wird zunächst die Lebenskompetenzförderung als eine grundlegende, themenübergreifende Strategie in der schulischen Präventionsarbeit vorgestellt und aufgezeigt, inwiefern ihr Einsatz auch und gerade angesichts der vielen Herausforderungen und knappen Ressourcen im Schulalltag sinnvoll ist. Anschließend wird mit IPSY ein konkretes, suchtpräventives und nachweislich effektives Lebenskompetenzprogramm für die Klassenstufen 5 bis 7 vorgestellt (Weichold, Blumenthal, Kilian & Silbereisen, 2023). Das Programm wird in verschiedenen Sächsischen Schulen von trainierten Lehr- oder anderen pädagogischen Fachkräften anhand des strukturierten Manuals umgesetzt. Im Beitrag werden auch wissenschaftliche Befunde zur und praktische Erfahrungen mit dem Programmeinsatz reflektiert.

Zu den Personen

Apl. Prof. Dr. Karina Weichold leitet seit 2014 den Arbeitsbereich Jugendforschung am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Interessen liegen im Studium der problematischen wie positiven Entwicklung während der Pubertät und Jugend unter einem biopsychosozialen und kultursensitiven Forschungsparadigma. Darüber hinaus legt sie einen Fokus auf die Anwendung der Erkenntnisse der Grundlagenforschung bei der Entwicklung, Evaluation und Implementierung von Programmen zur Kompetenz- und Persönlichkeitsförderung sowie zur entwicklungsorientierten Prävention von problematischem Verhalten bei Jugendlichen insbesondere im Kontext von Schule, Kommune und Sozialpolitik.

Dr. Anja Blumenthal und Anne Kilian, M.Sc. sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Arbeitsbereich Jugendforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und neben ihrer Arbeit in Forschung und Lehre im praxisbezogenen bundesweiten Projekt zur Umsetzung des suchtpräventiven Lebenskompetenzprogramms IPSY an Schulen tätig.

 

Vortrag: Seniorensicherheitsberatungen in Leipzig - Kriminalprävention auf Augenhöhe

Die ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater des Kommunalen Präventionsrates Leipzig vermitteln in ihren Veranstaltungen Tipps und Informationen zu seniorenspezifischen Kriminalitätsphänomenen wie Telefonbetrug, dubiosen Haustürgeschäften, Sicherheit im Kleingarten, Nachbarschaftshilfe oder Diebstahl. Die in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Leipzig ausgebildeten Beraterinnen und Berater sind selbst im höheren Lebensalter, weshalb sie auf altersspezifische Bedürfnisse und Besonderheiten der Zielgruppe besonders gut eingehen können. Die Beratungen sind kostenfrei und finden wohnortnah, beispielsweise in Senioreneinrichtungen oder Quartiersbüros, statt. Auf diese Weise können ältere Menschen, die über klassische, institutionelle Präventionskanäle nur schwer zu erreichen sind, gezielt adressiert werden. Darüber hinaus können Erfahrungsaustausch, Selbstermächtigung und die Vernetzung im Viertel nachhaltig positiv auf das Sicherheitsgefühl wirken.

Referentin und Referent: Verena B. Betz und Eberhard Stillemunkes

 

Vortrag: »Wackelpudding« - Ein Angebot für Kinder psychisch und/oder suchtkranker Eltern

Collage von zwei Frauen
Josephine Seidel & Katja Nitzsche   © Inpeos e.V.

Die freie Keulenbergschule Großnaundorf stärkt als evangelische Oberschule plus mit Ganztagsangebot und Inklusion durch ein umfassendes Präventionskonzept die sozialen, emotionalen und gesundheitlichen Kompetenzen ihrer Schüler.

In Deutschland leben ca. 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche mit einem psychisch erkrankten Elternteil zusammen. Insbesondere in den ersten Lebensjahren eines Kindes kann sich diese Mitbetroffenheit auf vielfältige Weise negativ auf die gesunde Entwicklung dieser Kinder auswirken. Gleichzeitig geben die Erkenntnisse der Resilienzforschung Mut und verdeutlichen die Bedeutung von Krippen, Kindergärten und Horten als sichere Orte, an welchen die Kinder in der Regel über Jahre hinweg vorhersehbare Strukturen sowie stabile und zuverlässige Beziehungen zu den Erziehenden erleben dürfen. Die pädagogischen Fachkräfte nehmen eine zentrale Schlüsselrolle bei der Wahrnehmung und dem frühzeitigen Ansprechen von Verhaltensänderungen beim Kind und/oder dessen Eltern ein. Aus diesem Grund richtet sich »Wackelpudding« mit einer mehrteiligen Fortbildung an ebendiese Fachpersonen. Seit September 2022 wird die Fortbildung »Wackelpudding« durch das GKV-Bündnis für Gesundheit gefördert und in enger Kooperation zwischen dem Landratsamt Erzgebirgskreis/Sachgebiet Gesundheitsförderung und der Werkstatt KonsumKompetenz des inpeos e.V. Chemnitz umgesetzt. Das Angebot steht pädagogischen Fachkräften erzgebirgischer Kindertageseinrichtungen kostenfrei zur Verfügung und verfolgt einen Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenansatz. Zum einen entspricht dies der Auffassung, dass Prävention und Gesundheitsförderung Beziehungsarbeit ist, welche durch kontinuierlich und im Alltag für die Kinder verfügbare erwachsene Bezugspersonen in einem vertrauten und mit Wohlbefinden assoziierten Kontext – der Kita – ermöglicht wird. Zum anderen wird mit diesem Ansatz auf die Herausforderungen hinsichtlich der Ansprache (Scham, Tabuisierung) und Erreichbarkeit (Flächenlandkreise, Reichweite) der Kernzielgruppe – den Kindern psychisch erkrankter Eltern – eingegangen. »Wackelpudding« vermittelt den teilnehmenden Fachkräften Grundlagenwissen zur Thematik, verhaltens- sowie verhältnisbezogene Ansatzpunkte für die pädagogische Praxis sowie Impulse für die Gesprächsführung mit Eltern – damit der Kontakt mit den betroffenen Familien nicht mehr als »wackelige« Angelegenheit wahrgenommen, sondern Sicherheit im Handeln sowie der Kommunikation gewonnen wird. Im Rahmen des Projektspots wird auf folgende Fragestellungen eingegangen: Welche Themen greifen die einzelnen Module auf? Warum wurde sich für einen Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenansatz entschieden? Wie kann das Thema kindgerecht aufgegriffen und vermittelt werden? Was melden uns Teilnehmende aus ihrem Praxisfeld zurück? Welche Bedarfe nehmen wir bei den Teilnehmenden wahr? 
Katja Nitzsche (Dipl.-Sozialpädagogin (BA), Sozialtherapeutin Sucht (PiM)) und Josephine Seidel (Sozialpädagogin, M.A.) sind Mitarbeitende der Werkstatt KonsumKompetenz des inpeos e.V. Chemnitz.

 

Vortrag: #verlorenimNetz? - Faktoren für eine gelingende Mediensuchtprävention

Michael Wilde  © Suchtprävention SN

Im Vortrag werden Faktoren einer gelingenden Mediensuchtprävention vorgestellt, sowohl aus Sicht der Verhaltens- also auch der Verhältnisprävention. Es werden Zielgruppen und Ziele benannt sowie aktuelle Programme auf Bundesebene sowie in Sachsen vorgestellt. 

Jugendliche nutzen seit jeher die Möglichkeiten mit ihren Computern und Smartphones auf vielfältige Art und Weise und oft ganz anders als Erwachsene. Während der Corona-Pandemie erhöhte sich der Stellenwert der digitalen Medien noch einmal um ein Vielfaches. 
Aktuelle Studien zeigen, dass sich die Nutzungszeit bei Jugendlichen sich auf einem hohen Niveau eingepegelt haben und auch der Anteil derjenigen, die ein pathologisches Nutzungsverhalten zeigen, gestiegen ist. Aus diesem Grund ist Prävention auf diesem Gebiet enorm wichtig und sollte frühzeitig beginnen 
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Möglichkeiten und Ziele der Mediensuchtprävention, beleuchtet die wichtigsten Zielgruppen und zeigt Ansätze und Programme auf.

 

Vortrag: Täterorientierte Antigewaltarbeit im Kontext Häuslicher Gewalt.

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Logo LAG Täterarbeit Sachsen 

Seit zwei Jahrzehnten tragen die Beratungsstellen für Gewaltausübende zum aktiven Opferschutz im Freistaat Sachsen bei und jedes Jahr steigt der Umfang der in Anspruch genommenen Beratungen. In einem Kurzvortrag stellt die LAG Täterarbeit Sachsen ihre und die Arbeit der Beratungsstellen vor.
 

Aktiver Opferschutz durch Täterorientierte Antigewaltarbeit

Die Arbeit mit Täterinnen und Täter Häuslicher Gewalt bewährt sich nun schon seit zwei Jahrzehnten im Freistaat Sachsen und so sind die Beratungsstellen für Gewaltausübende aus den bestehenden lokalen, regionalen sowie landesweiten Netzwerken zur Bekämpfung von Häuslicher Gewalt nicht mehr wegzudenken. Neben den Schutzeinrichtungen für Frauen, Männer und Kinder, sowie den Interventions- und Koordinierungsstellen, trägt die Täterinnen- und Täterarbeit ihren Teil zu einem gewaltfreien Zuhause bei. Dabei umfasst die Arbeit insbesondere eine gewaltzentrierte Beratung mit den Gewaltausübenden sowie ihre institutionelle Einbindung in Kooperationsbündnisse - nach den Standards der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V. Nur durch ein gemeinsames Agieren mit Polizei, Justiz, Jugendamt, den von Gewalt betroffenen Personen und anderen Akteurinnen- und Akteuren im Opferschutz kann dieser Prozess gelingen. Die Landesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Sachsen verfolgt das Ziel, politisch gemeinsam für die Täterorientierte Antigewaltarbeit in Sachsen zu agieren, Erfahrungen auszutauschen, zu bündeln und für die Arbeit einzusetzen. In dem Kurzvortrag soll die Arbeit der Beratungsstellen skizziert und auf die Haltung und das Selbstverständnis von Täterinnen- und Täterarbeit eingegangen werden.

Referenten:
Wolfram Palme und David Schäfer sind langjährige Mitarbeiter in den Beratungsstellen für Gewaltausübende Triade Palme & Georgius GbR in Leipzig und der Beratungsstelle ESCAPE – einem Projekt des Männernetzwerk Dresden e.V. – in Dresden. Sie vertreten darüber hinaus die LAG Täterarbeit Sachsen nach außen.

Web:         http://taeterarbeit-sachsen.de
Kontakt:    kontakt@taeterarbeit-sachsen.de

 

Projektspot: Der Childhoodhaus-Ansatz in Sachsen. Kindzentrierte Versorgung missbrauchs- und gewaltbetroffener Kinder.

Susanne Ruethrich
Susann Ruethrich   © Oliver Killig

Der Childhoodhaus-Ansatz an der Uniklinik Leipzig: Kindzentrierte Versorgung eines missbrauchs-/gewaltbetroffenen Kindes durch Koordination der fallbearbeitenden Systeme – Erfahrungen und Ausblicke für Sachsen.
 

In Sachsen entstand vor über 5 Jahren das erste deutsche Childhoodhaus (CHH). Ziel ist es, das von körperlicher und psychischer Gewalt und sexualisiertem Missbrauch betroffene Kind so schonend zu behandeln und den »Fall« so zielführend wie möglich zu bearbeiten durch die Koordination der Systeme Medizin, Polizei, Justiz und Kinder- und Jugendhilfe. 
Erfahrungswissen wurde gesammelt. Mittlerweile sind mehrere weitere CHH in Deutschland entstanden. Bei allen Unterschieden der einzelnen Konzepte verbindet die CHH der Ansatz, dass einem gewaltbetroffenen Kind ein kindgerechter Ort zur Verfügung steht, an dem sich die Systeme koordiniert und kindzentriert der Fallbearbeitung und therapeutischen Bahnung widmen.
Im Landespräventionsrat Sachsen (LPR) widmet sich eine Arbeitsgruppe unter anderem der Frage, welche Arbeitsansätze und Erfahrungen des CHH in Leipzig im Flächenland Sachsen nutzbar gemacht werden können und wie alle bereits vorhandenen Potentiale bestmöglich genutzt, koordiniert und gestärkt werden können. 
Ziel des Spots ist es gemeinsam mit den Teilnehmenden mit Blick auf die weitere Arbeit im LPR und darüber hinaus Ideen zu sammeln, wie der Ansatz in Sachsen verbreitet werden und somit perspektivisch jedem von Gewalt betroffenen Kind oder Jugendlichen zugänglich gemacht werden kann.

Als Impulsgeber steht neben Susann Rüthrich, der Kinder- und Jugendbeauftragten der Sächsischen Staatsregierung, Dr. Matthias Bernhard, medizinischer Leiter des CHH Leipzig, zur Verfügung.
 

 

Projektspot: Die Hacker kommen! – Eine Roadshow zur Cybersicherheit als Publikumsmagnet

Logo VHS 

Das Projekt »Die Hacker kommen!« zeigt, wie die Verbindung von Unterhaltung und Bildung in einem publikumswirksamen Event-Format gelingen kann

Die Teilnehmendenzahlen für klassische Kurs- oder Workshopangebote zur Cybersicherheit sind oft überschaubar. Insbesondere in der Zielgruppe der Erwachsenen haben Bildungsangebote zur Medien- und Digitalkompetenz mit einer hohen Diskrepanz zwischen objektiv feststellbaren Bildungsbedarfen und persönlich empfundenen Bildungsbedürfnissen zu kämpfen. Das Projekt »Die Hacker kommen!« zeigt, wie die Verbindung von Unterhaltung und Bildung in einem publikumswirksamen Event-Format gelingen kann. Mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher konnte die Roadshow zur Cybersicherheit an den sächsischen Volkshochschulen im vergangenen Jahr verzeichnen.

Die Roadshow fand im Rahmen der Kampagne »Digital? Aber Sicher!« der Sächsischen Staatskanzlei, Referat für Informations- und Cybersicherheit in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern statt. Mathias Repka, Fachreferent für Digitalisierung beim Sächsischen Volkshochschulverband, stellt in diesem Projektspot die Rahmen- und Gelingensbedingungen vor, unter denen ein solches Format erfolgreich sein kann.

 

Projektspot: Die weibliche Seite des Extremismus (APro Sachsen)

Logo APro 

Die weibliche Seite des Extremismus (APro Sachsen)

Der Vortrag beleuchtet Dynamiken, Gründe und spezifische Motivlagen von Frauen im Extremismus und berichtet von ihrer Ideologisierung und aktiven Beteiligung.

Extremistische Szenen wirken in der Öffentlichkeit vor allem männlich dominiert, durchzogen von klaren, häufig ausdrücklich patriarchalen Rollenvorstellungen und Weltsichten. Bis auf wenige Ausnahmen treten Mädchen und Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung des Extremismus kaum in Erscheinung, werden als unsichtbar und eher passiv beschrieben. In der näheren Befassung mit diesem Thema zeigt sich jedoch eine andere und durchaus differenzierte Realität des weiblichen Aktivismus, des organisierten Mittuns und der funktionalen Rollengehalte innerhalb von Gruppen und Szenen. Frauen werden (auch hier) unterschätzt.
Der Vortrag beleuchtet Dynamiken, Gründe und spezifische Motivlagen, die von Ideologisierung und aktiver Beteiligung erzählen. Die szenebezogenen Lebensrealitäten von Frauen sind Phänomenbereich übergreifend vielfältig, spielen mit und sperren sich gegen eindeutige(n) Rollenzuschreibungen, adaptieren Trends und Entwicklungen der pluralen Gesellschaft reproduzieren sich dennoch entlang regressiver, patriarchaler Deutungen. 
Er greift den Stand des fachlichen Diskurses sowie der sozialwissenschaftlichen Forschung auf und reichert diesen mit Erfahrungen aus der Praxis an.
Der Impuls wird von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrats Sachsen/AUSSTEIGERPROGRAMM SACHSEN gehalten. 

 

Projektspot: Ein E-Learning-Kurs für eine rassismussensible Kinder- und Jugendarbeit

Jule Wagner © ZEOK e.V. 

Im vollgepackten pädagogischen Alltag ist es oftmals nicht einfach für Fachkräfte Zeit für Weiterbildungen und Qualifizierung zu finden. Gleichzeitig nehmen die gesellschaftlichen Herausforderungen zu, auf welche auch die Kinder- und Jugendarbeit reagieren sollte. Zu diesen Anforderungen gehört u.a. unsere zunehmend hyperdiverse Gesellschaft, das heißt die Lebenslagen und Lebenswelten der Menschen in Deutschland sind so unterschiedlich und vielfältig wie noch nie zuvor. Für Lehrkräfte stellen sich die folgenden Fragen:

  • Wie können wir der Vielfalt der Menschen, mit denen wir arbeiten, gerecht werden?
  • Wie können wir Benachteiligung, Diskriminierung und Rassismus entgegenwirken und alle Kinder und Jugendlichen angemessen begleiten und unterstützen?
  • Und vor allem: Wie können wir eine gute professionelle Haltung entwickeln und handlungsfähig bleiben? 


Hierzu haben wir einen Selbstlern-E-Learning-Kurs entwickelt, mit dem Sie sich völlig orts- und zeitunabhängig in vier Modulen den Themen Diskriminierung, Rassismus und antimuslimischer Rassismus widmen können und der eine Vielzahl an Handlungsimpulse für die pädagogische Praxis bereitstellt. Am Ende erhalten Sie ein namentliches Zertifikat für die erfolgreiche Durchführung des Kurses. 
In diesem Kurzvortrag erhalten Sie einen anschaulichen Einblick in den E-Learning-Kurs sowie in alle technische und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Teilnahme. Sie können dieses digitale Tool mitnehmen für Ihre eigene Qualifizierung, für Ihr Team bzw. Ihre Organisation oder auch für Ihre Studierenden und Auszubildenden. 

Referentin: Jule Wagner, Bildungsreferentin vom ZEOK e.V. mit dem Schwerpunkt Antidiskriminierungspädagogik und antimuslimischer Rassismus 

 

Projektspot: Gewaltprävention mit ReSi+: Konzept für die Kita, Verbreitung und Erweiterung für 6-10-Jährige

Prof. Dr. phil. Simone Pfeffer 

ReSi+ ist ein ressourcenorientiertes und evidenzbasiertes Konzept für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, das eng mit den Bildungszielen im Kitabereich verschränkt ist und sich in die alltägliche Praxis integriert. Das Ziel ist Resilienzförderung und Prävention häuslicher und sexualisierter Gewalt mittels eines Mehrebenenansatzes für Kinder, Eltern und Fachkräfte. Im Kurzvortrag wird das Konzept vorgestellt und darüber hinaus einen Ausblick auf das aktuell laufende Folgeprojekt ReSi+ 6-10 gegeben, das sich auf die Zielgruppe der 6-10-jährigen bezieht.

ReSi+ ist ein ressourcenorientiertes und evidenzbasiertes Konzept, das darauf abzielt, Resilienz und Sicherheit in Kindertageseinrichtungen zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Prävention von häuslicher und sexualisierter Gewalt durch Kompetenzförderung und Qualifizierungsangebote. Der Ansatz auf mehreren Ebenen beinhaltet Konzepte für Bildungsprozesse und Lern- und Infomaterial für Kinder, Eltern und Fachkräfte sowie die Vernetzung in der Region.
Der Vortrag gibt einen umfassenden Überblick über das ReSi+-Konzept und die Implementierung in die Praxis. Zudem gibt es einen Einblick in das in Entwicklung befindliche Nachfolgeprojekt ReSi+ 6-10. Dieses Projekt zielt darauf ab, Ansätze  und Materialien des bereits bestehenden ReSi+ Konzeptes für den Hort- und Ganztagsbereich partizipativ weiterzuentwickeln, um speziell auf die Bedürfnisse der 6-10-jährigen Kinder einzugehen.
Referentinnen:
Prof. Dr. phil. Simone Pfeffer, Diplom-Soziologin, ist seit vielen Jahren in der Lehre und Forschung an der Technischen Hochschule Nürnberg tätig. Schwerpunkte liegen u. a. im Bildungs- und Gesundheitsbereich und im Bereich der Gewaltprävention und Resilienzförderung. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis aus.
Teresa Wagner, M.A. Soziale Arbeit, bringt ihre praktische Erfahrung in der sozialen Arbeit und spezifisch in der Arbeit mit Kindern in das Projekt ein. Um die langfristige und nachhaltige Implementierung von ReSi+ in die Praxis zu gewährleisten, hat sie mit zwei Kolleginnen die ReSi+ gUG (haftungsbeschränkt) gegründet.

 

Projektspot: Lizzy – KI-gestützte Risikoanalyse gegen häusliche Gewalt 

Ba Linh Le © Frontline 

Lizzy: die erste KI-gestützte Gefährdungsanalyse für häusliche Gewalt. Basierend auf repräsentativen Daten hilft sie, Risiken schnell besser einzuschätzen und Maßnahmen zu planen. 
 


Gefährdungsanalysen sind wichtige Instrumente, um Fälle von häuslicher Gewalt hinsichtlich ihres Risikos einzuschätzen und angemessene Maßnahmen zur Vorbeugung wiederholter Gewalt zu treffen. Ihr Einsatz ist rechtlich in jedem Fall von häuslicher Gewalt durch die Istanbul-Konvention (Art. 51) und die EU-Gewaltschutzrichtlinie verankert (Art. 16 & 17). 
 
In Deutschland kommen aktuell vor allem die nordamerikanischen Instrumente »Danger Assessment« und »Ontario Domestic Assault Risk Assessment« im polizeilichen Einsatz zur Anwendung. Keines dieser Instrumente wurde jedoch in oder für Deutschland entwickelt. Zudem beruhen sie auf nicht-repräsentativen Daten aus den 80ern und 90ern und sind lediglich als Papierfragebögen verfügbar, wodurch sich Herausforderungen für die Validität und Belastbarkeit dieser Instrumente ergibt. 
 
In unserem Vortrag stellen wir Lizzy vor, die erste KI-gestützte Gefährdungsanalyse, die auf deutschlandweit repräsentativen Daten basiert und sowohl männliche als auch weibliche Betroffene von häuslicher Gewalt berücksichtigt. Wir werden erläutern, wie Lizzy aufgebaut wurde, und wie sie bei Validierungsstudien abgeschnitten hat, und wie sie in der Praxis verwendet werden kann. 

 

Projektspot: Max & Min@ Titel: Max & Min@ - modulares Medien-Präventionsprogramm für Klasse 5/6

C Hesse © SLS e.V. – Fach – und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen 

Max und Mina wünschen sich in Klasse 5 ein Smartphone. Ihre Eltern möchten, dass sie sich zuvor mit Vor- und Nachteilen digitaler Medien auseinandersetzen. Dem gehen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte nach. 

Der Projektspot gibt einen Überblick über die jeweiligen Workshops für Schulklassen, Eltern und Lehrkräfte sowie den erforderlichen Moderierenden-Workshop für Präventionsfach- /-lehrkräfte und Schulsozialarbeitende weiterführender Schulen und die dazugehörige Methoden-Box, welche in allen sächsischen Landkreisen nachgefragt werden können. Die Geschichte von Max und Mina begleitet die Schülerinnen und Schüler der fünften bzw. sechsten Stufe durch den Schulklassenworkshop. Für die Module des Schulkassenworkshops werden in der Durchführung zweimal 3-4 UE benötigt, da dazwischen eine Beobachtungs-Hausaufgabe erledigt werden soll.

An diesen beiden Workshoptagen werden 8 Module mit folgenden Überschriften umgesetzt:

  • Vor- und Nachteile digitaler Medien,
  • Bewerten eines SocialMedia-Profils,
  • Normen und Werte im Internet,
  • Reflexion der eigenen Mediennutzung,
  • Medienalltag; Ist das noch okay?,
  • Alternativen zur Mediennutzung finden, 
  • Veranstaltung für Eltern planen.

Am Ende ihres Workshops bereitet die Klasse eine Veranstaltung für ihre Eltern und Erziehungsberechtigten vor. Diese beinhaltet die Vorstellung der Inhalte aus den beiden Modultagen der Klasse, die Möglichkeit zum Austausch unter Eltern bzw. Eltern-Kinder und Fachkräfte sowie die Möglichkeit der Informationsvermittlung zu Mediennutzungsstörungen und (Cyber-)Mobbing.

Bei Bedarf wird eine Fortbildung für Lehrkräfte mit den Themen:

  • Mediennutzungsstörungen;
  • (Cyber-)Mobbing;
  • edukative, risikoarme Mediennutzung sowie
  • Austausch zu Mediennutzungsregeln

in der Schule angeboten.

Das Programm kann an allen Schulformen, auch in sonderpädagogischen Einrichtungen, durchgeführt werden. Es zeichnet sich durch mehrsprachige Materialien für Eltern und Erziehungsberechtigte aus

 

Projektspot: Medienführerschein – von Kompetenz in Kommunikation und Journalismus zu Sicherheit und Fairness im Internet

Antje Lempart-Ober, Foto: Juliane Tischer, Studioline
Antje Lempart-Ober © Juliane Tischer, Studioline  

In einem Methoden-Mix aus Theorie im Gespräch und Praxisprojekten lernen die Schüler und Schülerinnen den Umgang mit Medien. Sie bekommen einen Einblick in die Weitergabe von Wissen sowie in die Buch- und Medienpraxis. Dabei erfahren sie, was Nachrichten sind und wie sie diese von Fake News unterscheiden können. Gemeinsam besuchen die Kinder außerschulische Lernorte, laden Mediengäste ein und fertigen Praxisarbeiten an. Outcome-orientiertes Lernen, Reggio-Pädagogik und Bewegungspädagogik sind leitende Grundsätze für nachhaltiges, grundschulkindgerechte Lernwege. 

Zielsetzung: K – A – B – Ei
Kennenlernen von Kommunikationsmitteln und -wegen 
Anleitung, um erste sichere Schritte im Netz gehen zu können
Begleitung auf dem Weg zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien 
Einblicke in Medienlandschaft und Journalismus gewinnen

Die Lessingschule in Leipzig reagiert auf den Bedarf der momentanen medialen Wirklichkeit von Grundschulkindern mit dem »Medienführerschein«. Ziel ist es, dass sich Schüler mit einem Bewusstsein für Gefahren des Internets selbst sicher, bewusst und zielorientiert im Internet bewegen können. 



Zielgruppe: Klassenstufe 4



Themen und Methoden:
In einem Methoden-Mix aus Theorie im Gespräch und Praxisprojekten lernen die Schüler und Schülerinnen den Umgang mit Medien. Sie bekommen einen Einblick in die Entstehung des Wissens sowie in die Buch- und Medienpraxis. Dabei erfahren sie, was Nachrichten sind und wie sie diese von Fake News unterscheiden können. Gemeinsam besuchen wir außerschulische Lernorte, laden Mediengäste ein und fertigen Praxisarbeiten an.
Eine Praxisarbeit ist beispielsweise das gemeinsame Gestalten eines Buches, welches anschließend im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek zu Leipzig gebunden wird. 


Ein wesentlicher Punkt ist es, dass Grundschüler sich in der Gesellschaft zurechtfinden und ihre Teilhabe erkennen. Sie lernen, was Journalisten leisten, üben die W-Fragen einer Nachricht zu erkennen, eine Nachricht zu schreiben und Perspektiven (objektiv vs. subjektiv) einzunehmen. Im Anschluss üben sie, Nachrichten, die auf überprüfbaren Fakten beruhen, von Fake News zu unterscheiden.


Um das Internet zu verstehen, werden Bewegungsspiele im Raum angeboten. Im Anschluss lernen die Schüler Möglichkeiten und Gefahren des Internets in thematischen Lerneinheiten kennen. Zum Thema Fake News kommen Berufs-Journalisten der »Lie Detectors« zu Besuch, die die Schüler vor Ort präventiv weiterbilden.


Recherchieren mit Kindersuchmaschen, die speziell für Kinder redaktionell bearbeitetet Informationen anbieten, ist eine grundlegende Kompetenz, die Schüler für weiterführende Schulen gebrauchen werden.

Methodisch wird beabsichtigt, die Kinder selbst handelnd sowie entsprechende Darstellungsformen und Medien herstellen zu lassen. Damit soll sowohl die Eigenmotivation als auch die Persönlichkeitsentwicklung dank outcome-orientiertem Lernen mit dem Lernstoff verflochten werden. Es werden aktiv Methoden der »Bewegten Schule« thematisch-passend anwendbar gemacht. Eine Unterrichtsplattform ist die Smartboard-Software »Prowise«, welche in Leipzig vom MPZ (Medienpädagogisches Zentrum Leipzig) empfohlen wird. Zur Stundenplanung wird die erziehungswissenschaftliche, nachhaltige Methode der ZIM-Tabellen (Ziele, Inhalte, Methoden) genutzt.
 

 

Projektspot: MindMatters – Mit physischer Gesundheit gute Schule entwickeln – Wann, wenn nicht jetzt?!

Anne Kathrin Weber  © SLfG

Pädagogische Fachkräfte erleben im Schulalltag psychische Auffälligkeiten und daraus
folgendes Verhalten (wie Ängste, Aggression, Rückzug, Depression, Suizidgedanken) bei den
Lernenden sowie eine eigene, starke psychische Beanspruchung.
Die Wissenschaft beschreibt die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder
und Jugendliche. Zusätzliche Belastungen entstehen u. a. durch Klimakrise, Kriege und eine
zunehmende Heterogenität.
Dem Umgang mit Belastungen, Stress, Konflikten und Krisen kann mit dem Erlernen von
Bewältigungsstrategien und hilfesuchendem Verhalten präventiv begegnet werden.
Resilienzfähigkeit, Lebens – und Demokratiekompetenzen können erworben und trainiert
werden.
Was kann MindMatters in der Schule erreichen?

  • Verbesserung von Lehren & Lernen sowie Steigerung der Bildungsqualität
  • Aufbau einer unterstützenden & fürsorglichen Schulkultur
  • Mehr Respekt und Toleranz: "Verschiedenheit als Bereicherung"
  • Förderung von psychischer Gesundheit & Wohlbefinden an Ihrer Schule
  • Aufbau von Netzwerken und Partnerschaften inner- und außerhalb Ihrer Schule

MindMatters lässt sich in bestehende Aktivitäten, Unterrichts-Strukturen und Konzepte der
Schule einfügen und unterstützt eine gesundheitsförderliche Schulentwicklung sowie die Arbeit
und den Aufbau multiprofessioneller Teams.
Ein Spot wird auf Module und Methoden geworfen, mit deren Hilfe Kompetenzen aller
Beteiligten im Zusammenhang mit Stressbewältigung, Wohlbefinden,
Zusammengehörigkeitsgefühl und Toleranz vermittelt und gestärkt werden – JETZT!
 

 

MindMatters – Mit physischer Gesundheit gute Schule entwickeln – Wann, wenn nicht jetzt?!

MindMatters basiert auf dem Konzept der guten gesunden Schule und unterstützt Schulen durch die Förderung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und aller an Schule Beteiligten, die Schulqualität unter Aspekten der Gesundheitsförderung zu verbessern. Das Programm besteht aus drei Schulentwicklungs- und sieben Unterrichtsheften sowie online Material. Die Schulentwicklungshefte stellen die Basis von MindMatters dar und liefern zahlreiche Anregungen und Arbeitsmaterialien, mit denen Schulen ihren Bildungs -und Erziehungsauftrag gesundheitsförderlich umsetzen und ausbauen können, u.a. bietet das Programm Lösungsansätze im Umgang mit Heterogenität und wirkt gewaltpräventiv. Die Unterrichtshefte unterstützen bei der konkreten Umsetzung der Vorhaben im Unterricht. Durch die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen im Zusammenhang mit Stresserleben, psychischen Störungen, Umgang mit Trauer und Verlust, Resilienz, Mobbingprävention, Übergang in Ausbildung und Beruf oder anderen Anforderungen leistet das Programm einen Beitrag zur Verbesserung der psychischen Gesundheit aller Schulmitglieder.

Was kann MindMatters bewirken?

  • Verbesserung von Lehren & Lernen sowie Steigerung der Bildungsqualität • Aufbau einer unterstützenden & fürsorglichen Schulkultur
  • Mehr Respekt und Toleranz: "Verschiedenheit als Bereicherung"
  • Förderung von psychischer Gesundheit & Wohlbefinden an Ihrer Schule 
  • Aufbau von Netzwerken und Partnerschaften inner- und außerhalb Ihrer Schule MindMatters kann auf den Ebenen Schul-, Personal- und Unterrichtsentwicklung wirken.

Der Ansatz von MindMatters lässt sich in bestehende Aktivitäten, Strukturen und Konzepte der Schule einfügen und unterstützt eine gesundheitsförderliche Schulentwicklung sowie die Arbeit und den Aufbau multiprofessioneller Teams. MindMatters ist ein Kooperationsprogramm der BARMER, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Leuphana Universität Lüneburg. Förderer und Partner bei der Programmumsetzung in Sachsen ist die BARMER. Die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung koordiniert das Programm in Sachsen und führt kostenfreie regionale Fortbildungen durch. Diese werden in Sachsen durch das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB), die BARMER Landesvertretung sowie durch die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG) gemeinsam angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit schulinterner Fortbildungen für das gesamte Kollegium. Die MindMatters-Materialien stehen kostenfrei zur Verfügung – über das MindMatters- Portal als Download oder in den Fortbildungen als Module zum Mitnehmen. https://mindmatters-schule.de/home.html

Zur Person: Annekathrin Weber 2. Staatsexamen für Lehramt an Grundschulen MindMatters-Multiplikatorin, Referentin für Gesundheitsförderung bei der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. https://www.slfg.de/ueber-uns/team/

Kontakt:
Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V.
Könneritzstraße 5 01067 Dresden
E-Mail: annekathrin.weber@slfg.de
Telefon: 0351 501936 43
Website: https://www.slfg.de/

Projektspot: Prävention als eine feste Säule des Schul-Konzeptes der Freien Keulenbergschule Großnaundorf

Janet Wolters  

Die freie Keulenbergschule Großnaundorf stärkt als evangelische Oberschule plus mit Ganztagsangebot und Inklusion durch ein umfassendes Präventionskonzept die sozialen, emotionalen und gesundheitlichen Kompetenzen ihrer Schüler.

Die Freie Keulenbergschule Großnaundorf versteht sich als evangelische Oberschule plus. Neben dem gelebten Ganztagskonzept und der Inklusion bildet die Prävention eine feste Säule unseres Schulkonzeptes.
In einer Zeit, in der die Welt von ständigem Wandel und herausfordernden Situationen geprägt ist, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir als Gesellschaft die notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Kinder zu schützen und zu unterstützen. Dies beginnt in der Grundschule, in der Kinder ihre ersten Schritte in die Welt des Lernens und der sozialen Interaktion machen und findet seine Fortführung in der Oberschule in der Jugendliche ihre Welt entwicklungsbedingt neu sortieren. 
Als Schule haben wir die Verantwortung, nicht nur akademisches Wissen zu vermitteln, sondern auch die sozialen und emotionalen Fähigkeiten zu fördern, die unseren Schülern helfen, gesunde Entscheidungen zu treffen und sich vor potenziellen Risiken zu schützen. Aus diesem Grund haben wir ein umfassendes Präventionskonzept entwickelt, das darauf abzielt, unsere Lernenden in verschiedenen Aspekten des Lebens zu unterstützen und zu stärken. Unser Konzept basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Pädagogik, Psychologie und Sozialarbeit und ist darauf ausgerichtet, die Bedürfnisse unserer Lernenden bestmöglich gerecht zu werden.
In diesem Vortrag werden die verschiedenen Elemente unseres Präventionskonzepts dargestellt. Darunter die Förderung von sozialen und emotionalen Kompetenzen, Sucht- und Gewaltprävention, die Förderung eines gesunden Lebensstils, die Schaffung eines sicheren und unterstützenden Schulklimas sowie der Berufsorientierung. Damit Prävention gelingt und kein kurzes Blitzlicht bildet, finden sich die Module im Unterrichtsplan der Schule fest verankert. Wir sind davon überzeugt, dass die Umsetzung dieser Maßnahmen dazu beitragen wird, dass unsere Schülerinnen und Schüler zu gesunden, glücklichen und erfolgreichen Erwachsenen heranwachsen werden.

 

Projektspot: They`ll never walk alone – Die sozialpädagogische Präventionsarbeit mit jugendlichen Fußballfans

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Christian Kohn 

In dem Projektspot wird die professionelle sozialpädagogische Fanarbeit vorgestellt, wie sie die Fanprojekte im Rahmen des Nationalen Konzepts für Sport und Sicherheit (NKSS) und des SGB VIII leisten.

Fußball ist auch in Sachsen die zuschauerstärkste Sportart. Woche für Woche strömen zahlreiche Menschen in die Stadien, unabhängig von Spielklasse und sportlichem Erfolg. Nirgendwo anders treffen so viele unterschiedliche Menschen und Milieus aufeinander, deren gemeinsamer Nenner die Identifikation mit und die Begeisterung für ihren Lieblingsverein ist. Expertinnen und Experten weisen dementsprechend seit Jahrzehnten auf die Bedeutung der Fankurven und vor allem der subkulturell geprägten Fankultur als Ort individueller Sozialisation für junge Menschen hin. 
Die Identifikation und Begeisterung, die an diesem Ort stattfindet und der sich nicht alleine auf das Stadion beschränkt, ist der Anknüpfungspunkt für die sozialpädagogische Präventionsarbeit der Fanprojekte, wie sie mittlerweile bundesweit an 71 Standorten – sechs davon in Sachsen – geleistet wird. 

Primäre Aufgabe der Fanprojekte ist es, jugendliche Fußballfans auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter zu begleiten, ihnen eine positive Lebensorientierung zu geben und gemeinsam mit den Fans an einer vielfältigen und partizipativen Fankultur zu arbeiten. Basierend auf der Niedrigschwelligkeit und Freiwilligkeit der Kontaktaufnahme sowie dem Angebot, diesen Kontakt auch anonym und vertraulich zu gestalten, wird ein Vertrauensverhältnis zu den jugendlichen Fans aufgebaut, das es ermöglicht, sie bei Problemen zu unterstützen, persönliches Fehlverhalten zu reflektieren und positive Verhaltensänderungen anzustoßen. Fanprojekte sind Teil der kommunalen Kinder- und Jugendhilfestrukturen und werden von der öffentlichen Hand und dem Fußball finanziert.
Ausgehend von den vier Säulen der Fanprojektarbeit – Spieltagsbegleitung, Einzelfallhilfen, Gruppen- und Projektarbeit – wird in dem Projektspot vorgestellt, wie diese Säulen in der konkreten praktischen Arbeit miteinander in Verbindung gebracht werden, um eine nachhaltige Wirkung entfalten zu können.

Ausführungen zur Person:
Christian Kohn ist promovierter Sozialwissenschaftler. Nach dem Magisterstudium der Empirischen Kulturwissenschaft sowie der Neueren und Neuesten Geschichte und ersten beruflichen Stationen in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit leitet er seit 2017 das Leipziger Fanprojekt, das in Trägerschaft der Outlaw gGmbH sozialpädagogisch mit den Fanszenen von RasenBallsport Leipzig, Chemie Leipzig und Lokomotive Leipzig sowie projektbezogen mit Roter Stern Leipzig arbeitet. 

 

Projektspot: Digitale NAVIgation

Logo Verbraucherzentrale Sachsen  

Beruflich und privat sind digitale Anwendungen mittlerweile steter Begleiter in unserer Welt. Kommunikation, Einkaufen, Reisen, Veranstaltungsbuchungen, Mediennutzung, alltägliches Bezahlen und Finanztransaktionen – all dies ist schneller und an unzähligen Stellen besser verfügbar geworden.

Wie in der analogen Welt auch stehen den vielseitigen Möglichkeiten Risiken gegenüber. Risiken, die beherrschbar sind, wenn wir uns an einige Grundregeln halten. Welche Grundregeln das sind, wo Gefahren in der Anwendung liegen und wie Sie sich vor Cybercrime, Social Engineering, Betrug und Abzocke schützen können, stellt die Verbraucherzentrale Sachsen an ausgewählten Beispielen dar.
Zur Person:
Jens Paßlack ist Politologe und verantwortet bei der Verbraucherzentrale Sachsen das Informations- und Bildungsangebot »Wirtschaftlicher Verbraucherschutz«

 

Projektspot: Zwischen Trends, Perfektion und Selbsthilfe: Prävention und Intervention bei Essstörungen

Sophie Reißig
Anne Sophie Reißig  

Erfahren Sie, wie digitale Einflüsse das Körperselbstbild und das Essverhalten junger Heranwachsender belasten können: Essstörungen sind keine Trendkrankheiten, sondern etwas, wo wir gemeinsam gegensteuern können.
 

Mit den Projekten der Initiative Reessensia bietet Anne-Sophie Reißig eine Plattform, die sich der Prävention und Intervention von Essstörungen widmet. In ihrem interaktiven Workshop thematisiert sie verschiedenen Einflussfaktoren, welche digitale Medien auf das Körperselbstbild, den Selbstwert und Schönheitsideale haben. 
Wie können wir Heranwachsende wirksam vor den Folgen schützen? Welche Faktoren helfen dabei junge Menschen zu stärken und unabhängig von dem ständigen vergleichen zu machen? Diesen und weiteren Fragen stellt sich Anne-Sophie Reißig.
Anne-Sophie Reißig (26) aus Dresden und ist studierte Sporttherapeutin mit dem Schwerpunkt Prävention, Rehabilitation und Gesundheitspädagogik. Als ehemals Betroffene setzt Sie sich leidenschaftlich seit zwei Jahren für die Prävention, Aufklärung und Begleitung von Familien und Betroffenen ein. 
Mit ihrer Initiative bietet sie im deutschsprachigen Raum Workshops und Vorträgen an Schulen an, um Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte über die Gefahren und Präventionsmöglichkeiten im Umgang mit Essstörungen und digitalen Medien aufzuklären.

 

Workshop: Good Move! Der bewegend aktive Workshop mit Life-Hacks für einen gesunden Alltag

Logo VHS  © VHS

Ein Präventionsworkshop für mehr Gesundheit und Wohlbefinden im privaten und beruflichen Alltag. Mit diesen praktischen Tipps und Life-Hacks bleiben Sie im Büro, unterwegs oder zu Hause fit und leistungsfähig.

Viele Menschen bewegen sich im Alltag zu wenig. Sie auch? In diesem Präventionsworkshop werden Sie selbst aktiv und bekommen praktische Tipps gegen die Prokrastination. Die einfachen, aber effektiven Übungen kann man leicht in den Alltag integrieren – egal ob im Büro, zu Hause oder unterwegs. Lassen Sie sich motivieren, mit kleinen Bewegungspausen oder kurzen Entspannungssequenzen zu starten, um daraus eine Routine zu entwickeln und regelmäßig sportlich aktiv zu werden. Sie belohnen sich damit selbst, denn Sie fördern auf diese Weise Ihr Wohlbefinden, werden belastbarer, leistungsfähiger und gelassener gegenüber den alltäglichen Herausforderungen. Für diejenigen Workshopteilnehmenden, die es nicht allein schaffen, ihren „inneren Schweinehund“ zu überwinden, gibt es noch einige Hinweise, wie und wo man gemeinschaftlich in den Bewegungs-Flow kommen kann.

TN-Voraussetzungen: max. 20 TN, bequeme Kleidung, keine gesundheitlichen Einschränkungen

Raumanforderungen: geräumiger Raum mit ausreichend Platz für Bewegungsübungen

 

Workshop: Too fake to handle?

»Fake News« und Verschwörungsideologien begegnen uns heute überall. Ob in der digitalen Welt des Internets und der sozialen Medien, in WhatsApp-Gruppen oder auf Spieleplattformen und natürlich im analogen Alltag: Die Gerüchteküche brodelt und Kinder und Jugendliche sind mittendrin. In diesem interaktiven Workshop sensibilisieren wir die Teilnehmenden für diese Problematik. Wir geben Hinweise, wie man Desinformation erkennt, wie man ihrer Verbreitung entgegenwirken kann und was eine seriöse Quelle auszeichnet. Insbesondere zeigen wir Möglichkeiten auf, wie Kinder und Jugendliche durch geeignete digitale Spiele, Methoden, Videos und Unterrichtsmaterialien erreicht werden können. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit Deepfakes und KI-generierten Bildern, wie einfach sie erstellt werden können, wie sie bereits heute eingesetzt werden und welche Auswirkungen sie auf unsere Gesellschaft haben.

Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende und alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, deren Nachrichten- und Medienkompetenz stärken und sich über die aktuellen technologischen Möglichkeiten und den Umgang damit informieren wollen, finden hier Antworten und Lösungsansätze.

Referent: Johannes Pursche (langjährige Erfahrung in der Durchführung von über 100 Workshops mit Schulklassen, Elterninformationsabenden, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lehrkräftefortbildungen, Radiobeiträgen zum Thema), Social Web macht Schule gGmbH

 
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